Backstein veraltete Bezeichnung für Ziegel
Bad Anwendung von Wasser auf den (menschlichen) Körper zur Reinigung oder zur Förderung der Gesundheit, wobei man zwischen Ganzbädern oder Vollbädern und Teilbädern (Hand-, Fuß-, Sitzbad) unterscheidet. Die Hauptwirkung eines Bades liegt neben dem Reinigungseffekt im Kälte- und Wärmereiz; die Wassertemperatur beträgt bei ausgesprochen kalten Bädern unter 20 bis 22 ºC, bei kalten Bädern unter 34 ºC, bei indifferenten Bädern 34 bis 35,9 ºC, bei warmen Bädern 36 bis 39 ºC und bei heißen Bädern 40 ºC und darüber. Die thermischen, aber auch die durch besondere Anwendungsformen erzielten mechanischen Reize auf die Haut beeinflussen die Funktion innerer Organe (wie Herztätigkeit, Blutdruck, Puls, Harnabsonderung) und führen zu allgemeiner Kräftigung und Abhärtung. Als Heilbäder bezeichnet man Bäder in Heilquellen oder mit besonderen Anwendungen (Moorbad, Schlammbad, Heißluftbad, Dampfbad, Sandbad, hydroelektrisches Bad).
Badablauf Bodenablauf mit seitlichem Zuflussstutzen zum Anschluss von mindestens einem Sanitärausstattungsgegenstand.
Bakterizide bakterienabtötende Stoffe
Balken Kantholz mit größter Querschnittsseite von 20 cm und mehr
Balkendecke siehe Plattenbalkendecke.
Balkenkopf Ende (Stirnseite) eines Balkens
Balkenschuh Holzverbinder zur Verwendung bei Anschlüssen von Voll- oder Leimholzbalken.
Balkon eine nicht überdachte Ausragung in den Geschossen von Häusern, an den freien Seiten mit Brüstung oder Geländer versehen ist
Ballast Gewichte, die an der Basis einer fahrbaren Arbeitsbühne angebracht werden. Damit soll die Sicherheit gegen Umkippen erhöht werden
Ballen der auf die Welle aufgerollte Rollpanzer, Jalousie- oder Außenrollobehang (auch aufgerollte Markisen)
Balsa Laubholz von blassrötlichem Kern und weißem Splint. Es ist sehr leicht und von geringer Festigkeit
Baluster stark profilierte Geländerstäbe mit größerem Querschnitt als Staketen
Balustrade Brüstung aus gedrungenen, stark profilierten Säulen
Band flaches Walzprodukt mit rechteckigem Querschnitt, mit gleichmäßiger Dicke und Breite
Bandage ringförmige Verstärkung bei Druckrohrleitungen
Bandstahl siehe Walzstahl. Er wird bevorzugt als Fundamenterder verwendet
Bankett Streifenfundament zur Aufnahme von Wandlasten
Bar (bar) gesetzliche Einheit des Druckes
Basalt dunkelfarbiges Ergussgestein des Gabbro
Basen Stoffe mit niedriger Konzentration an Wasserstoffionen und einem pH-Wert von größer als 7.
Basenbildung chemische Reaktion, bei der Basen entstehen
Bast im äußerste Schicht des Baumstammes
Batterie andere Bezeichnung für Armatur.
Bauaufzüge auf Baustellen vorübergehend errichtete Lastenaufzüge. Die Förderhöhe und die Zahl der Haltestellen können dem Baufortschritt angepasst werden
Bauausführung Tätigkeit des Erstellens eines Gebäudes oder Ingenieurbauwerks
Baubeschläge meist aus Metall gefertigte Teile, die einzelne Bauteile (oft beweglich) verbinden. z.B. Schlösser, Riegel, Türdrücker usw.
Baubestandszeichnungen Bauzeichnungen, die alle für den jeweiligen Zweck notwendigen Angaben über die fertig gestellte bauliche Anlage enthalten
Baufehler Zustand, der den Wert oder die Nutzung zu dem üblichen oder nach dem Vertrag vorgegebenen Gebrauch aufhebt oder mindert
Baufeuchte Feuchte, die Baustoffe auch nach der Erstellung des Bauwerks aufweisen. Sie ist auf die Herstellung, den Transport und die Zwischenlagerung der Baustoffe und wegen des schlecht geschützten Zustandes im Rohbau zurückzuführen.
Bauflächen für die Bebauung vorgesehene Flächen.
Baufluchtlinie überholte Bezeichnung für Baulinie.
Baugebiete für die Bebauung vorgesehene Flächen
Baugelände zur Bebauung vorgesehene Fläche.
Baugenehmigung amtliche Ermächtigung zur Durchführung
eines Bauvorhabens.
Baugerüst siehe Gerüst
Baugipse anorganisch-mineralische Stoffe, die mindestens zu 50 Gew.-% aus Dehydrationspodukten des Calciumsulfat-Dihydrats bestehen, Baugipse härten nach Anmachen mit Wasser aus. Man unterscheidet:
- Baugipse ohne werkseitig beigegebene Zusätze, wie
- Stuckgips,
- Putzgips
- Baugipse
- sowie mit werkseitig beigegebenen Zusätzen, wie
- Fertigputzgips
- Haftputzgips
- Maschinenputzgips
- Ansetzgips
- Fugengips
- Spachtelgips
Bauglas Oberbegriff für alle am Bau verwendeten Gläser
Baugrube ausgehobene Vertiefung für die Gründung eines Bauwerks
Baugrubensicherung beim Aushub der Baugruben und der Leitungsgräben erforderliche Sicherung
der Wände gegen Nachrutschen und Einstürzen.
Baugrubensohle die Grundfläche der Baugrube
Baugrund Boden oder Fels, in dem Bauwerke gegründet oder eingebettet werden sollen
Baugrundarten die Unterscheidung verschiedener Arten des Baugrundes aufgrund
ihres unterschiedlichen Verhaltens bei der Belastung durch Bauwerke. Man unterscheidet:
- Gewachsener Boden
- Fels
- Geschütteter Boden
Bauherr der Träger des Bauvorhabens.
Bauhölzer Bauschnitthölzer und Baurundhölzer für Zimmererarbeiten
Bauholzquerschnitt gesägte oder egalisierte Querschnittsmaße unter Berücksichtigung der zulässigen Toleranzen
Baukörper ein bestehendes oder zu errichtendes Gebäude.
Baukosten Kosten im Hochbau
Bauland baureifer Boden
Baulaser Laser zur Ermittlung von Höhen, Abständen, Herstellen von Gefällen usw.
Bauleistungen Arbeiten jeder Art, durch die eine bauliche Anlage hergestellt, instand gehalten, geändert oder beseitigt wird
Bauleitpläne planerische Maßnahmen der Bauleitplanung und sollen eine geordnete städtebauliche Entwicklung und eine dem Wohl der Allgemeinheit entsprechende sozialgerechte Bodennutzung gewährleisten. Es werden unterschieden:
- Flächennutzungsplan
- Bebauungsplan
Bauliche Anlagen mit dem Erdboden verbundene, aus Bauprodukten hergestellte Anlagen.
Baulinie eine ggf. im Bebauungsplan festgesetzte Linie, auf der gebaut werden muss
Baulos Bezeichnung für einen Anteil an der Ausführung eines größeren Bauvorhabens
Baumangel siehe Mangel
Baumasse das unter Einhaltung der in der Bauvorschriften und des Bebauungsplanes bestimmten Vorgaben des nach den Außenmaßen des Gebäudes ( vom Fußboden des untersten Vollgeschosses bis zur Decke des obersten Vollgeschosses) zu ermittelnde Volumen
Baumassenzahl ein im Bebauungsplan festgelegter Wert. Er gibt an, wie viel Kubikmeter Baumasse je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind
Baunebenkosten sind
- Kosten der Architekten- und Ingenieurleistungen (Planungen, Ausschreibungen, Bauleitung, Bauführung und Bauabrechnung)
- Verwaltungskosten des Bauherrn
- Kosten der Behördenleistungen (für Prüfungen und Genehmigungen)
- Kosten der Beschaffung der Finanzierungsmittel (Maklerprovisionen, Gerichtsund, Notarkosten, Hypothekendisagio, Kreditprovisionen, Bereitstellungskosten usw)
- Kapitalkosten und Erbbauzinsen während der Bauzeit
- Kosten der Beschaffung und Verzinsung der Zwischenfinanzierung
- Steuerbelastungen des Baugrundstücks während der Bauzeit
- Kosten der Beschaffung von Darlehen und Zuschüssen zur Deckung von laufenden Aufwendungen, Fremdkapitalkosten, Annuitäten und Bewirtschaftungskosten
- Sonstige Nebenkosten (Bauversicherungen, Bauwache, Baustoffprüfungen, Grundsteinlegungs- und Richtfeier usw.)
Baunutzungskosten alle bei Gebäuden, Nebengeäuden und deren Grundstücken unmittelbar entstehenden regelmäßig oder unregelmäßig wiederkehrenden Kosten
Bauplatten plattenförmige Bauteile (meist für nichttragende Wände) aus unterschiedlichen Baustoffen
Bauprodukte Baustoffe, Bauteile und Anlagen, die hergestellt werden, um dauerhaft in bauliche Anlagen eingebaut zu werden oder aus Baustoffen und Bauteilen vorgefertigte Anlagen, die hergestellt werden, um mit dem Erdboden verbunden zu werden (Fertighäuser, Fertiggaragen und Silos)
Baurundhölzer entrindete Rundhölzer, nicht geschnitten und nicht behauen
Bauschaden Veränderung des technischen Zustandes eines Gebäudes bzw. eines Bauteiles, welche die vorgesehene Funktion beeinträchtigt oder unmöglich macht.
Bauschrauber ein meist elektrisch oder mittels Akku betriebenes Gerät zum Eindrehen von Schrauben
Baustahl unlegierter Stahl. Man unterscheidet:
- Walzstahl
- Flacherzeugnisse
- Profilerzeugnisse
Bausteine zum Herstellen von Mauerwerk geeignete Steine. Es kann sich dabei um Natursteine oder um künstlich hergestellte Steine wie Ziegel, Kalksandsteine, Porenbetonsteine, Beton- und Leichtbetonsteine usw. handeln
Baustellenbeton (BB) Beton, dessen Bestandteile auf der Baustelle zugegeben und gemischt werden.
Baustelleneinrichtung zur Durchführung eines Bauvorhabens erforderliche Bereitstellung. Der dazu notwendigen Maschinen, Geräten Werkzeugen, Baumaterialien, Bauhütten usw.
Baustellenmörtel auf der Baustelle aus den Ausgangsstoffen zusammengesetzte und gemischte Mörtel
Baustoff Material, das in Bauwerken verwendet wird
Baustoffklasse Benennung von Baustoffen und Bauteilen entsprechend ihrem Brandverhalten
Baustromverteiler vorübergehend installierte Verteilanlagen zur Versorgung der Baustelle mit Strom
Baustützen aus Stahl vorgefertigte klassifizierte Bauteile mit Ausziehvorrichtung aus Rundrohren für Traggerüste. Sie sollen Lasten planmäßig in axialer Richtung übertragen
Bauteile Teile eines Bauwerks
Bauteilfuge Fuge zwischen Bauteilen aus gleichartigem Materials oder mit gleichartiger Funktion
Bauteiltemperierung begrenzte Erwärmung von Bauteilen
Bautenschutz Maßnahmen zum Schutz von Bauten gegen schädliche chemische Einflüsse.
Bautenschutzmittel Mittel, welche Bauteile gegen schädliche chemische oder physikalische Einflüsse schützen sollen wie Dämmstoffe, Sperrstoffe, Anstrichstoffe usw.
Bautoleranz Toleranzen im Bauwesen
Bauträger gewerbetreibender Bauherr.
Bauverfahren Art und Weise, in der das Bauwerk ausgeführt wird
Bauvorhaben (BV) die Absicht, bauliche Anlagen zu errichten zu ändern
Bauwerk alles, was baulich erstellt wird
Bauwerksart die vorgesehene Nutzung des Bauwerks
Bauwerksöffnungs-Abschlüsse Bauteile wie Fenster, Türen usw.
Bauxit (Tonerde) Sedimentgestein mit 50 bis 63 % Aluminiumoxid
Bauzaun vorübergehende Einfriedung eines Baugrundstückes
Bauzeichnungen Zeichnungen die mit dem Bauvorhaben zu tun haben. Dazu gehören die Objektplanung, die Tragwerksplanung für Entwurf, Genehmigung, Ausführung
Bauzeitenplan Plan des zeitlichen Ablaufs der auszuführenden Arbeiten
Beanspruchungen Folgen von Einwirkungen auf tragende Bauteile
Bearbeitete Betonflächen mit Schalungshaut gestaltete Betonflächen sowie ungeschalte Flächen, die zusätzlich bearbeitet werden.
Bedarfskennzahl Anzahl der zu versorgenden Einheitswohnungen
Bedarfsperiode Zeitspanne, in der (z.B. Wärme) benötigt
Bedarfsplanung Prozess zur Ermittlung der Bedürfnisse, Ziele und einschränkenden Gegebenheiten des Bauherrn und wichtiger Beteiligter
Bedienbarkeit Bewertung der Anforderungen zur Bedienung einer Anlage, Maschine usw.
Befahrbar Eigenschaft von Flächen zur Nutzung mit Fahrzeugen.
Befestigte Fläche (Versiegelte Fläche) befestigte und wasserundurchlässige Teil eines angeschlossenen Entwässerungsgebietes
Befestigungen Elemente zur mechanisch Befestigung von Teilen
Begasungsverfahren Holzschutzmaßnahmen zur Bekämpfung holzzerstörender Insekten
Begehbar Eigenschaft genutzter Flächen zum bestimmungsgemäßigen Aufenthalt von Personen
Begleitheizungen Temperaturfühler gesteuerte und selbstregelnde elektrische Heizanlagen. Sie werden eingesetzt, um frostbedingten Einwirkungen entgegenzuwirken
Beherbergungsstätten bauliche Anlagen zur Beherbergung von Gästen
Behindertenaufzüge Aufzugsanlagen, die aufgrund ihrer Bauart ausschließlich zur Beförderung behinderter Personen zwischen zwei Zugangsstellen bestimmt sind
Behindertengerechte Aufzüge Aufzüge, die auch durch Blinde bedient werden können
Beidseitiger Auftrag Arbeitsweise, bei der der Mörtel oder Klebstoff sowohl auf die Verlegefläche als auch auf die Rückseite der keramischen Fliesen oder Platten aufgetragen wird
Beilen eine Oberflächenbearbeitung von Naturstein, wobei ein Beil zur Erlangung einer rauen Bauteiloberfläche eingesetzt wird
Beizen chemische Oberflächenvorbereitung für das Beschichten von Stahl.
Beizen Oberflächenbehandlung von Holz mittels Holzbeizmitteln.
Beizmittel (Beizen) Lösungen die zur Vorbereitung von Oberflächen bestimmter Werkstoffe und Verbrauchsgüter aufgetragen werden.
Bekleiden Aufbringen von Wand- und/oder Deckenbekleidungen.
Beläge Werkstoffe, die auf Decken, Wänden oder Böden verklebt werden
Belagfläche nutzbare Fläche aller Belagteile eines Gerüstfelds einer horizontalen Ebene
Belaggrund veraltete Bezeichnung für Ansetz- bzw. Verlegefläche.
Belagsarbeiten Arbeiten zum Anbringen eines Belages
Belastbare Vegetationsfläche Vegetationsfläche, die aufgrund ihrer Bodenzusammensetzung und ihres Bewuchses belastet werden kann
Belastung siehe Einwirkung
Beleuchtung Bestrahlung nicht selbstleuchtender Gegenstände mit Licht
Beleuchtungsstärke (in Lux) Quotient aus dem auf eine Fläche auftreffenden Lichtstrom und der beleuchteten Fläche
Belichtung Produkt aus Beleuchtungsstärke und Beleuchtungsdauer
Belüftete Dächer zweischalige Dächer, bei denen die Dachhaut mit ihrer Tragkonstruktion von der Wärmedämmschicht und der Dachdecke durch einen belüfteten Raum getrennt ist. Es kann sich dabei auch um ein nicht ausgebautes Dachgeschoss handeln
Belüfteter Hohlraum Hohlraum, der durch Verbindung mit der Außenluft ausreichend belüftet wird
Belüftung Einbringen von Sauerstoff in Belebungsbecken
Belüftung Gasaustausch zwischen Wasser und Luft
Bemessung planerische und rechnerische Dimensionierung von Bauteilen.
Bemessungskriterien (für Tragwerke) quantitative Aussagen, welche die für jeden Grenzzustand zu erfüllenden Bedingungen beschreiben
Bemessungssituationen (für Tragwerke) eine Reihe physikalischer Gegebenheiten und Bedingungen, für welchen die Tragwerksplanung nachweist, dass maßgebende Grenzzustände nicht überschritten werden.
Bemessungswerte Werte der Einwirkungs- und Widerstandsgrößen, die für die Nachweise anzunehmen sind.
Benzinabscheider Abscheider für Leichtflüssigkeiten.
Beplankungen Holztafeln, die ein- oder beidseitig angeordnet sein können.
Bereitstellungsgemisch (für Spritzbeton) Mischung aller oder eines Teiles der Ausgangsstoffe in der jeweils festgelegten Zusammensetzung für die Verarbeitung in der Spritzmaschine
Beschichtung eine oder mehrere in sich zusammenhängende, aus Beschichtungsstoffen hergestellte Schutzschicht
Beschichtung Schicht auf der Oberfläche
Beschichtungssystem mehrschichtige Beschichtung, wobei die verschiedenen Schichten aufeinander abgestimmt sind
Beschlag Teile und Vorrichtungen, die bei Fenstern, Türen, Möbeln die beweglichen Teile mit den festen verbinden
Beschlagarbeiten das Anbringen von Beschlägen
Beschleuniger siehe Erstarrungsbeschleuniger
Beschleuniger Reaktionsmittel bestehend aus Substanzen, die, in kleinen Mengen zugesetzt, Reaktionen bewirken
Besenspritzputz Putzweise, bei der mit dem Reisigbesen der letzte Mörtelüberzug in feinster Körnung gleichmäßig aufgespritzt. Dadurch entsteht eine leicht geraute Fläche
Besondere Leistungen Leistungen, die nicht Nebenleistungen sind. Sie werden nur dann zur vertraglichen Leistung, wenn sie in der Leistungsbeschreibung eigens angeführt sind
Besonnung die Auswirkung der Sonnenbestrahlung
Bestandsaufnahme Erstellung von Bauzeichnungen, welche die bestehende bauliche Anlage und alle dazu erforderlichen Angaben enthält
Bestimmtheitsmaß das Quadrat des Korrelationskoeffizienten
Bestrahlung Energiedichte der auf einer Ebene auftreffenden Sonnenstrahlung
Bestrahlungsstärke Leistungsdichte der auf eine Ebene eintreffenden Sonnenstrahlung
Beton künstlicher Stein, der aus einem Gemisch von Zement, Betonzuschlag und Wasser durch Erhärten des Zementleims entsteht. Er kann auch noch Zusatzstoffe oder Zementersatzstoffe enthalten
Betonarten Einteilung der verschiedenen Arten von Beton nach unterschiedlichen Kriterien. Man unterscheidet
a) aufgrund der Trockenrohdichte
- Leichtbeton
- Normalbeton
- Schwerbeton
b) aufgrund der Festigkeit
- Beton B I
- Beton B II
c) aufgrund des Ort der Herstellung oder der Verwendung
- Baustellenbeton
- Transportbeton
- Frischbeton
- Ortbeton
- Festbeton
- Beton für Außenbauteile
d) aufgrund der Konsistenz
- Fließbeton
- Beton mit Fließmittel
- Steifer Beton.
Betonaufraumittel Verzögerer, die an der Schalungsinnenseite aufgestrichen Werden. Sie sollen das Abbinden des Zements an der Oberfläche verzögern, um nach dem Ausschalen den nicht abgebundenen Zementleim abzubürsten und nachzuspülen kann, damit Waschbeton entsteht
Betondeckung (Betonüberdeckung) Ummantelung der Bewehrungsstäbe mit Beton
Betondichtung Maßnahmen, damit der Beton annähernd wasserdicht wird. Dies kann durch Zugabe von Betondichtungsmitteln geschehen
Betondichtungsmittel (DM) Zusatzmittel, das bewirkt, dass Beton nahezu wasserdicht wird.
Betoneignungsprüfung eine oder mehrere Prüfungen, um vor der Verwendung festzustellen, wie der Beton zusammengesetzt sein muss, um im frischen und erhärteten Zustand alle geforderten Eigenschaften zu erfüllen
Betonersatz Ersatz von fehlendem oder geschädigtem Beton
Betonersatzsystem System zum Schutz und zur Instandsetzung von Betonbauteilen
Betonfertigteile Bauteile aus Beton, die erst nach dem Erhärten verlegt oder zusammengebaut werden. Sie werden meist nicht an der Baustelle hergestellt
Betonfestigkeit siehe Festigkeit des Betons.
Betonflächen je nach den baulichen Gegebenheiten sichtbar oder nicht sichtbar bleibenden Oberflächen von Bauteilen aus Beton
Beton für Außenbauteile Beton, der so zusammengesetzt ist, dass er im Bereich von Witterungseinflüsse den ausreichend hohen Widerstand aufweist
Beton für Unterwasserschüttung (Unterwasserbeton) Beton mit besonderen Eigenschaften, der für tragende Bauteile unter Wasser verwendet wird
Betongläser im Pressverfahren erzeugte Glaskörper, die durch Verschmelzen fest verbundenen Teilen hergestellt werden.
Betongüte bei der Güteprüfung des Betons ermittelte Druckfestigkeit
Betonierfuge Arbeitsfuge, die konstruktionsbedingt zwischen Betonbauteilen erforderlich ist.
Betonkorrosion sichtbare Veränderung von Betons durch chemische und physikalische Einflüsse
Betonkübel Gefäß mit Bodenverschluss, der geöffnet werden kann und das zur Beförderung des Betons mittels Kran dient
Betonmaste mit Betonstahl bewehrte oder vorgespannte Maste, die in Rüttel- oder Schleuderbetonbauweise werkmäßig hergestellt werden. Sie dienen unter anderem für Masten für Strom- oder Fernmeldefreileitungen
Betonmischung Zusammenstellung des Gemisches bestehend aus Zement, Betonzuschlag und Wasser
Beton mit hohem Frostwiderstand Beton mit besonderen Eigenschaften, der im durchfeuchteten Zustand häufigen und schroffen Frost-Tauwechseln widersteht
Beton mit hohem Verschleißwiderstand Beton mit besonderen Eigenschaften, der besonders starker mechanischer Beanspruchung ausgesetzt wird
Betonnachbehandlung Maßnahmen, den Beton bis zum genügenden Erhärten seiner oberflächennahen Schichten gegen schädliche Einflüsse zu schützen
Betonnagel ein 2 bis 10 cm langer, glattschaftiger Nagel, zur Aufnahme im Beton, der mittels Bolzensetzgerät gesetzt wird
Betonnester Hohlräume im Beton zwischen Schalung und Betonoberfläche. Sie entstehen durch ungenügende Verdichtung oder falsche Kornzusammensetzung. Sie werden erst nach dem Ausschalen sichtbar
Betonpumpe Kolbenpumpe zur Förderung plastischen Betons
Betonrahmenfenster Fenster, deren Rahmen oder Traggerippe vorgefertigte Bauteile aus Beton sind
Betonrippenstahl Betonstahl mit mindestens zwei Reihen von gleichmäßig über die gesamte Länge verteilten Querrippen
Betonschalungen Formen aus Holz, Stahl oder Kunststoff zur Aufnahme von Beton bis dieser erhärtet ist
Betonschlacke Hochofenschlacke. Sie wird als Schotter im Straßen- und Eisenbahnbau und als Splitt im Betonbau verwendet
Betonstabstahl (S) in technisch gerade Stäbe gelieferter Betonstahl für die Einzelbewehrung
Betonstahl Baustahl mit nahezu kreisförmigem Querschnitt zur Bewehrung von Beton.
Betonstahlmatte (M) eine werkmäßig vorgefertigte Bewehrung aus sich kreuzenden, kaltverformten, gerippten Stäben).
Betonsteine siehe Mauersteine aus Beton
Beton- und Stahlbetonarbeiten das Herstellen von Bauteilen aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton
Betonverarbeitung das Herstellen bzw. Liefern, Fördern, Einbauen, Verdichten, Nachbehandeln und Ausschalen des Betons
Betonverdichtung die Maßnahme zur Verdichtung von Beton nach Einbrungung in die Verschalung. Damit soll der Bildung von Hohlräumen entgegengewirkt werden.
Betonversiegelung das Schützen von Betonfußböden gegen Abnutzung, Staub- und Rissbildung. Dies erfolgt durch Auftragen festhaftender Kunstharz- und Kunstkautschuklacke
Betonverzögerer siehe Verzögerer
Betonwasser siehe Zugabewasser
Betonwassergehalt siehe Wassergehalt des Betons
Betonwerkstein Sammelbegriff für vorgefertigte Bauteile aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton
Betonzusätze Betonzusatzmittel und/oder Betonzusatzstoffe
Betonzusatzmittel Betonzusätze, die durch chemische oder physikalische Wirkung die Betoneigenschaften ändern. Verändert werden Verarbeitbarkeit, das Erhärten oder das Erstarren, ändern.
Betonzusatzstoffe fein aufgeteilte Betonzusätze, die bestimmte Betoneigenschaften beeinflussen
Bettung Teil des Bauwerks, der das (Abwasser-) Rohr zwischen der Grabensohle und der Seitenverfüllung oder der Abdeckung trägt.
Bettungsmodul eine Kenngröße zur Beschreibung der Nachgiebigkeit der Bodenoberfläche unter einer Flächenlast.
Beulen das Auftreten von Beulspannungen infolge Gleichgewichtswechsels von Druck und Schub.
Bewegungsfuge (im Estrich) Fuge im Estrich, die ihn vollständig in zwei Teile teilt
Bewegungsfuge Zwischenraum zwischen zwei Bauwerksteilen oder Bauteilen, der ihnen unterschiedliche Bewegungen ermöglicht
Bewegungsvermögen die quantitative Angabe der Fähigkeit eines Dichtstoffes, sich der Bewegung der Fuge, die er ausfüllt, anzupassen wobei die Abdichtung gewährleistet bleibt
Bewehrte Erdkörper siehe Erdgabionen.
Bewehrter Beton Stahlbeton.
Bewehrter Unterputz Unterputz mit nichtrostenden Baustahlgittern
Bewehrtes Mauerwerk Mauerwerk mit Einlage gerippten Betonstabstahls zur Bewehrung.
Bewehrung Bezeichnung für Stahleinlagen im Beton, die für Stahlbeton erforderlich sind
Bewehrungsdraht glatter oder profilierter Betonstahl
Bewehrungskorb Geflecht von Bügeln und Haupttrageisen aus Betonstabstahl und Bewehrungsdraht zum Einbau in bewehrte Betonbauteile
Bewehrungsmatte siehe Betonstahlmatte.
Bewehrungspläne siehe Bewehrungszeichnungen
Bewehrungszeichnungen Bauzeichnungen des Stahlbeton- und Spannbetonbaus mit allen Angaben, die zum Biegen und Verlegen der Bewehrung erforderlich sind
Bewirtschaftungskosten Kosten, die zur Bewirtschaftung des Gebäudes laufend erforderlich sind.
Bezugsholzfeuchte Holzfeuchte, die bei Lieferung als vereinbart gilt
Biberschwanzziegel falzloser Strangdachziegel in Gestalt eines Biberschwanzes
Bidet Sitzwaschbecken
Biegebeanspruchung Beanspruchung von Bauteilen durch Biegung
Biegedrillknicken seitliches Ausknicken eines stabförmigen Bauteiles
Biegefestigkeit Widerstand eines Werkstoffes gegen Ausbiegung infolge äußerer Kräfte, die auf den Werkstoff senkrecht zu dessen Längsrichtung einwirken.
Biegung ist eine Eigenschaft von Bauteilen, die Mauer- bzw. Raumöffnungen überspannen, durch ihre Eigenlast und die auftretenden Verkehrslasten durchgebogen zu werden.
Bims Ergussgestein mit glasig erstarrter, heller, durch Gase schaumig aufgeblähter Erscheinung
Bimsbeton Beton, bestehend aus Hüttenbims und Zement bzw. Bims mit hochhydraulischem Kalk
Bimsbetondiele Diele bestehend aus Bimsbeton.
Bimskies Kies aus Bims. Man spricht von Feinkies bei einer Korngrößen von 4 bis 32 mm und von Grobkies bei einer Korngrößen von 32 bis 63 mm. Bimskies ist fest, leicht und infolge seiner Porosität ein schlechter Wärmeleiter.
Bimskiessteine Mauersteine, hergestellt aus Bimskies und Zement oder mit Kalk-Zement-Traß gemischt
Bimssand Bims in Sandform
Bimsschüttung Schüttung, bestehend aus Bims zum Einbau von Holzbalkendecken in den Fehlboden
Bindeblech Blech mit meist rechteckigem Querschnitt, das zwei oder mehrere parallel geführte Profile zu einer Stabeinheit verbindet
Bindedraht ein meist dünner Draht zur Verrödelung (Verbindung) von Bewehrungseisen an den Kreuzungsstellen zu einem Bewehrungskorb
Bindeholz kurzes Füllholz
Bindemittel Stoffe zum Zusammenhalten, Verkitten und Verkleben fester Körper
Bindemittel (von Beschichtungsstoffen für Beton) der nichtflüchtige Anteil eines Beschichtungsstoffes, der eingemischte Feststoffe untereinander und mit dem Betonuntergrund fest verbindet
Binder tragendes Element des Dachstuhls. Es leitet die Dachlasten von Dachhaut, Sparren und Pfetten ins Fundament oder auf entsprechende Auflager weiter
Binder bei kleinformatigem Mauerwerk senkrecht zur Mauerflucht liegender Mauerstein
Binderbalken Holzbalken der Dachbalkenlage und Teil des Dachbinders
Binderdach Dachtragwerk, bestehend aus Flächen- oder Raumtragwerken.
Bindige Böden gewachsene Böden wie Tone, tonige Schluffe und Schluffe sowie ihre Mischungen mit nichtbindigen Böden
Biozide Stoffe zur Vernichtung schädlicher Organismen.
Bischofskappe Formfliese zur Sockelverfliesung an Treppenläufen. Die Oberkante verläuft dabei parallel zur gedachten Linie der Stufenvorderkanten
Bitumen (B) Produkt der Aufbereitung von geeignetem Erdöl. Man unterschiedet:
- Destillationsbitumen
- Hochvakuumbitumen
- Oxidationsbitumen
Bitumenanstrich Beschichtung mittels Bitumen zur Bauwerksabdichtung.
Bitumenbahn siehe nackte Bitumenbahnen
Bitumen-Holzfaserplatten poröse Holzfaserplatten mit Bitumenzusatz. Die Platten sind feuchtigkeitsunempfindlich
Bitumenkies (Bitukies) Gemisch aus Bitumen und Kiessand
Bitumenlösung Lösung, hergestellt durch Mischen von Bitumen und Lösungsmitteln.
Bitumenpappe mit Bitumen getränkte Rohfilzpappe.
Bitumenschindeln Schindeln aus Bitumenpappe
Bitumen-Schweißbahnen (S) Schweißbahnen, die unter Verwendung von Bitumen hergestellt w Werden. Sie werden talkumiert oder beschiefert
Bitumen-Wellplatten Wellplatten mit regelmäßiger Wellung
Bivalente Heizungen Heizungen, bei denen Öl- und Gasfeuerungsanlagen in Verbindung mit einer Wärmepumpe oder einem Solarkollektor betrieben werden
Blähbeton Stahlleichtbeton mit Zuschlägen von Blähton.
Blähglimmer Glimmer, der als Wärmedämmstoff verwendet wird
Blähschlamm belebter Schlamm mit schlechten Absetzeigenschaften
Blähton im sog. Drehofen hergestellter, außen gesinterter Ton. Er hat eine hohe Eigenfestigkeit und wird zur Herstellung gefügedichten Stahlleichtbetons verwendet
Blankstahl auf der Ziehbank gezogenes Langerzeugnis von besonderer Maßgenauigkeit und Oberflächenbeschaffenheit
Blasenbildung Eigenschaft von Anstrichen. Es wird verursacht durch entweichenden Wasserdampf des feuchten Untergrundes
Blattmetalle hauchdünn gewalzte oder geschlagene Metallfolien. Damit werden Untergründe überzogen, um ihnen das Aussehen der verwendeten Metalle zu verleihen.
Blech Flacherzeugnis (aus Stahl). Nach Dicke unterschiedet man
- Feinstblech
- Feinblech
- Grobblech
Blei (Pb, Plumbum) ist ein bläulich-hellgraues Metall (Schwermetall)
Bleibleche Bleche aus Blei
Bleichmittel chemisch wirkende Stoffe, die zum Aufhellen von Holz verwendet werden
Bleidichtung Dichtungen, bestehend aus Bleiwolle
Bleidraht Draht aus Blei
Bleifarben bleihaltige farbige Mineralpigmente
Bleiglas Alkali-Blei-Silicatglas mit einem Massenanteil von Bleioxid von mindestens 10 Prozent
Bleilegierungen Legierungen von Blei
Bleipulver Metallpigment von dunkelgrauem Farbton. Wird meist bei Korrosionsschutz-Grundanstrichen verwendet
Bleirohre Rohre aus Blei
Bleiverglasung Fensterscheiben deren Stoßstellen von gelöteten Bleistegen eingefasst sind
Blendarkade Aneinanderreihung von Blendbögen
Blendbogen aus Dekorations- oder Gestaltungsgründen einer Wand vorgesetzter Bogen ohne Wandöffnung
Blende senkrechte oder nahezu senkrechte Abdeckung aus Metall an Traufe und Ortgang
Blendfassade Fassade, die mit sog. Blindfenstern (nur gestalterisch aufgeblendeten Fenster- und Türöffnungen) versehen ist
Blindböden Untergründe aus Holz oder Holzwerkstoffen für Holzfußböden. Sie können auf Lagerhölzern oder auf Schwingbodenkonstruktionen eingebaut werden. Auf ihnen können Holzfußböden ohne Klebstoffe eingebaut werden
Blindfenster Scheinfenster
Blindflansch Flansch eines Rohres, das mit einem Deckel verschlossen ist
Blindfurnier Furnier, eingebaut senkrecht zum Deckfurnier.
Blindholz Unterlage für Furniere
Blindniete von einer Seite setzbare Verbindungselemente, für die ein Loch vorzubohren ist.
Blindrahmen bei Türen und Fenstern fest mit dem Mauerwerk verbundener Holz- oder Eisenrahmen. Sie werden mit dem Sichtrahmen bzw. der Verkleidung verdeckt.
Blindstopfen Formstück mit Außengewinde zum Verschließen von Rohröffnungen
Blitzschutz System zur Ableitung von Blitzeinschlag in Gebäude. Man unterschiedet
- Innerer Blitzschutz
- Äußerer Blitzschutz
Blockbauweise Wandbauart aus waagerecht übereinander geschichteten starken Rund- oder Kanthölzern
Blockfundament Maschinenfundament in Form eines massiven Blocks
Blockhaus ein in Blockbauweise errichtetes Holzhaus.
Blockholz Rund- oder Kantholz zur Errichtung eines Holzhauses in Blockbauweise.
Blocksteine großformatige Mauersteine
Blockstufe Stufe mit rechteckigem oder annähernd rechteckigem Querschnitt
Blockziegel großformatige Mauerziegel
Bluten Wasserabsonderung von Beton mit wasserreichem, dünnflüssigem Zementleim
Bockgerüst Arbeitsgerüst geringer Höhe. Es besteht aus Böcken und Belag
Bodenarten siehe Boden- und Felsklassen
Bodenablauf Ablauf in einer begangenen oder befahrenen Fläche
Bodenaussparung Aussparung im Boden
Bodenbelag oberste begehbare Schicht einer Fußbodenkonstruktion.
Bodenbelagarbeiten Arbeiten zum Verlegen von Bodenbelägen
Bodendichte siehe Dichte des Bodens
Bodenersatz Bodenaustausches. Dies kann wegen Kontamination oder ungenügender Eigenschaften erfolgen
Bodenfeuchtigkeit im Erdboden vorhandenes, kapillargebundenes Wasser
Bodenfliesen keramische Fliesen und Platten für den Boden
Bodenfrost Temperatur unter 0° C an der Bodenoberfläche bei positiver Lufttemperatur
Bodenkanal innerhalb des Fußbodenaufbaus, meist bündig eingebauter Kanal mit Abdeckung zur Aufnahme und jederzeitigen Zugänglichkeit von Leitungen.
Bodenmechanik die Lehre von den physikalischen Eigenschaften des Erdbodens
Bodenmelioration (Melioration) Maßnahmen zur nachhaltigen, tiefgründigen Verbesserung von Böden
Bodenprobe Entnahme von Baugrundmaterial zur Untersuchung.
Bodenprofil vertikaler Schnitt durch den Boden des Baugrunds mit zeichnerischer Darstellung und Beschreibung der Bodenschichten.
Bodenpuffer Türpuffer, die in der Fußbodenkonstruktion verankert werden.
Bodentreppe Geschosstreppe zwischen oberstem Vollgeschoss und Dachboden
Boden- und Felsklassen Einstufung von Boden und Fels. Man unterscheidet 7 Klassen:
- Klasse 1: Oberboden
- Klasse 2: Fließende Bodenarten
- Klasse 3: Leicht lösbare Bodenarten
- Klasse 4: Mittelschwer lösbare Bodenarten
- Klasse 5: Schwer lösbare Bodenarten
- Klasse 6: Leicht lösbarer Fels und vergleichbare Bodenarten
- Klasse 7: Schwer lösbarer Fels (DIN 18300).
Bodenuntersuchungen Maßnahmen, die über Bodenbeschaffenheit und Wasserstände Aufschluss geben
Bodenverdichtung künstliche Erhöhung der Bodenrohdichte
Bodenverfestigung dauerhafte Erhöhung der Frostbeständigkeit und Tragfähigkeit des Boden. Dies wird durch Zumischung von hydraulischen oder bituminösen Bindemitteln erreicht.
Bodenwasser sämtliches sich im Boden befindliche Wasser
Bodenzone besonders korrosionsgefährdeter Übergangsbereich am Stahl
Bölzung zimmermannsmäßige Absicherung eines Grabens oder Stollens gegen Einsturz
Bölzung Abstützen von einsturzgefährdeten Tragwerken oder Tragwerken im Bauzustand
Bördeln Umbiegen unter gleichzeitigem Strecken oder Stauchen der Ränder von Blechteilen. Dies kann zur Randverstärkung, zur Versteifung oder zur Erlangung von glatten Begrenzungsflächen erfolgen
Bördelsteg durch Bördeln entstandener Steg
Böschung Erdkörper mit einer durch Abtrag oder Auffüllen künstlich hergestellten geneigten Geländeoberfläche
Böschungsbruch siehe Hangrutschung
Böschungsflügel seitliche Begrenzung (meist durch eine Mauer oder ein Bauwerk) der Böschung
Böschungslinie Linie einer Böschung, die das größte Gefälle aufweist
Böschungsneigung durch den Böschungswinkel bestimmte Neigung
Bogen bogenförmiges Tragwerk aus biegefestem Material zur Überbrückung von Räumen
Bogengang siehe Arkade
Bohle Schnittholz von mindestens 40 mm Höhe und einer Breite, die größer als das Dreifachen der Höhe ist
Bohrarbeiten Bohrungen jeder Neigung in Boden oder Fels
Bohren Abbruchverfahren bei dem das Herstellen von Bohrungen bzw. Heraustrennen von Bauteilen mittels Kern- und Vollbohrungen erfolgt.
Bohrkern zylindrischer Probekörper der beim Bohren entsteht
Bohrmehl. beim Bohren anfallendes Bohrgut
Bohrort tiefste Punkt eines Bohrloches
Bohrpfähle bewehrte oder unbewehrte Ortbetonpfähle, die in einem in den Baugrund gebohrten Hohlraum durch Einbringen von Beton hergestellt werden
Bohrschrauben gewindeformende Schrauben mit einer Bohrspitze. Beim Ein Einschraubvorgang wird gleichzeitig das Loch gebohrt
Boiler siehe Trinkwassererwärmer.
Bolzen zylindrische Holzverbindungsmittel aus Metall. Man unterschiedet:
- Schraubenbolzen
- Stabdübel
Bolzenschweißen Schweißverbindung im Stahlbau. Es dient dem Verbinden stiftförmiger Teile mit Platten und Rohren.
Borke die äußere Schale der Rinde
Borosilikatgläser Gläser, die Bortrioxid und Siliciumdioxid als Glasbildner enthalten. Sie weisen eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit und eine hohe chemischen Widerstandsfähigkeit auf. Sie werden als Laborgläser und Brandschutzverglasungen verwendet
Bossieren Bearbeiten von Naturstein mittels Bossierhammer.
Bossierhammer hammerähnliches Werkzeug. Dabei ist eine Seite keilförmig und die andere glatt
Brandabschnitt Gebäudebereich über ein oder mehrere Geschosse, der von raumabschließenden Bauteilen so umschlossen ist, dass eine Brandweiterleitung in andere Gebäudeteile nicht möglich ist
Brandklasse Einteilung verschiedener Brände
Brandmeldeanlagen Anlagen, in denen Signale von Brandmeldern selbsttätig ausgewertet werden
Brandmelder Teile einer Feststellanlage, die eine geeignete physikalische und/oder chemische Kenngröße zur Erkennung eines Brandes in dem zu überwachenden Bereich ständig oder in regelmäßigen Zeitintervallen messen und an die Auslösevorrichtung weiterleiten
Brandschutz Maßnahmen zur Vermeidung von Brandgefahr
Brandschutzabschottungen Maßnahmen gegen Brandübertragung,
Brandschutzklappen Absperrvorrichtungen gegen Brandübertragung in Lüftungsleitungen
Brandwände Wände zur Trennung oder Abgrenzung von Brandabschnitten.
Branntkalke ungelöschte Kalke, die vorwiegend aus Calciumoxid bestehen
Breitflanschträger I-Träger mit breiten Flanschen
Brennwertgeräte Wärmeerzeuger, die so konstruiert sind, dass die Verdampfungswärme des im Abgas enthaltenenen Wasserdampfes durch Kondensation nutzbar gemacht wird
Brennwertkessel Heizkessel, die für die Kondensation eines Großteils des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes konstruiert sind
Brett Schnittholz mit einer Höhe von höchstens 40 mm und einer Breite von mindestens 80 mm
Bretterbinder Binderkonstruktionen, die als Fachwerke aus Brettgurten und -stäben oder als Vollwandträger aus Brettstegen und Bohlengurten bestehen. Sie werden für Dachbinder, Unterzüge, usw. verwendet
Brettschalungen Holzschalungen, die aus losen Brettern zusammengesetzt werden
Bruch Zerstörung von Werkstoffen durch Trennung von Kristallteilen infolge zu großer Belastungen
Bruchdehnung die bleibende Dehnung von Stahl nach einem Bruch
Bruchsteine vom Felsen abgesprengte Natursteine
Brüstung Schutzgeländer, Schutzeinfassung oder Schutzumwehrung eines Balkons, einer Terrasse usw.
Brüstungshöhe (BRH) Höhe der Brüstung. In der Regel mindestens 80 cm.
Brunnen künstlich hergestellter meist lotrechter Aufschluss im Untergrund zur Gewinnung von Grundwasser
Brunnenkopf obere Abschluss eines Brunnens
Brunnenrohre Rohre zum Ausbau eines Brunnens
Brunnenschacht rechteckiges Abschlussbauwerk eines Brunnens zur Aufnahme des Brunnenkopfes
Bruttofläche äußere Abmessungen von Sonnenkollektoren
Brutto-Grundfläche (BGF) Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerkes.
Bügel Formteile, bestehend aus Betonstabstahl oder Betonstahlmatten, die zur Aufnahme von Schubkräften und/oder der Lagesicherung der Bewehrung dienen.
Bündig ohne Höhenversätze
Bullauge siehe Halbkreisgaube
Bundmaß bei Balkenlagen der Abstand von einem Balkon zum nächsten
Bungalow eingeschossiges Wohnhaus mit geringer Dachneigung
Butzenscheibe runde, meist grünliche Glasscheibe, die in der Mitte mit einer Erhöhung (Butzen) ausgeführt und in Blei gefasst ist
Bypassleitung Führung eines (Luft-) Nebenstromes getrennt von einem Hauptstrom





