
Bauschutt
Baustellenabfälle
stellen gewichtsmäßig über 80% und volumenmäßig
rund 60% des Gesamtabfall-aufkommens unserer Provinz dar. Jährlich
fallen in Südtirol rund 630.000 Tonnen Baurestmassen an, was
einer Menge von 1,3 Tonnen pro Einwohner entspricht.
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Jeder
der Bautätigkeiten durchführt, kennt das Problem
der anfallenden Baurestmassen: nicht nur einfaches Aushubmaterial
sondern auch Mauerwerk, Beton, Holz, Asphalt, Kunststoffe,
Metalle und manchmal auch gesundheitsschädliche Stoffe
wie z.B. asbesthaltige Materialien fallen an und müssen
entsorgt werden. Unsortiert vorliegende Baustellenabfälle
sind Abfall und müssen als solcher entsorgt werden. Eine
Möglichkeit der Wiederverwertung oder Weiterverwendung
besteht nur bei sortenreinen Materialien.
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Die
anfallenden Abbruchmaterialien sollen daher möglichst schon
beim Abbruch, Rückbau oder Umbau nach Wertstoffen und Abfall
weitgehend getrennt ausgebaut und gesondert gelagert werden, damit
eine Rückführung der verwertbaren Anteile in den Stoffkreislauf
möglich ist. Nicht fachgerechte Entsorgung bzw. illegale Entsorgung
der Baurestmassen stellen eine Straftat dar, welche auf Grund des
Landes-gesetzes Nr. 61 vom 06.09.1973 und nachfolgenden Änderungen
bestraft werden. Die Recycling-betriebe hingegen unterliegen der
Richtlinie für die Wiederverwertung von Baurestmassen,
welche von der Autonomen Provinz mittels Durchführungsverordnung
erlassen wurde und die Qualität der Recyclingbaustoffe garantieren
soll. Um qualitativ hochwertige Recyclingprodukte zu erhalten, ist
es also erforderlich, Störstoffe weitestgehend auszusortieren.
Für die Qualität der Recyclingprodukte sind dabei die
Art des Verbundes der Materialien und die Trennungsmöglichkeiten
der verschiedenen Stoffe entscheidend. Auch gilt, je sauberer bereits
vor Ort getrennt wird, desto günstiger wird die Entsorgung
am Recyclingcenter.

Was
die Wiederverwertung von Recycling Baustoffen betrifft, ist
es erforderlich, dass das Recyclingmaterial in der Anschaffung billiger
ist als der Rohstoff und möglichst langfristig die gleichen
Qualitätsanforderungen erfüllt. Die zunehmende Verwendung
von Recycling Baustoffen bestätigt deren Qualität:
sie können im Straßen-, Wege und Parkplatzbau als ungebundene
und zementgebundene Trägerschichten, zur Einbettung von
Telefon- und Stromkabel, von Kanal- Gas- und Wasserleitungs-rohren,
für Dachbegrünungen und für Arbeiten im Garten- und
Landschaftsbau eingesetzt werden.
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Die
Anwendung von Recyclingbaustoffen ist sowohl ökologisch
wie ökonomisch sinnvoll, da die begrenzten natürlichen
Ursprungsquellen für
Rohstoffe geschont werden und die Kosten für diese Materialien
geringer als für Rohstoffe sind. Die Verwertung von Baurestmassen
im Sinne der Rückführung der Stoffe in den Stoffkreislauf
auf möglichst hohem Niveau muss zur Selbstverständlichkeit
eines jeden Bauprojektes werden.
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