Beton
ist ein im Bauwesen vielfältig verwendeter Baustoff.
Er wird hergestellt aus einem Gemisch aus Zement, Wasser und
Zuschlag. Diesem Gemisch können Zusatzmittel beigefügt
werden, die die Konsistenz oder Verarbeitbarkeit positiv beeinflussen.
Beton ist zwar ein Baustoff, ohne den die moderne Bauwirtschaft
nicht bestehen könnte, aber er ist kein moderner, sondern
ein historischer Baustoff - schon die alten Römer stellten
Beton her. Selbst ökologische Bauweisen kommen ohne Beton
nicht aus. Mindestens die Bodenplatte eines Holzhauses ist...
aus Beton!
Wegen
seiner relativ hohen Druckfestigkeit kann Beton für Bauteile,
die auf Druck beansprucht sind, gut und wirtschaftlich eingesetzt
werden. Andererseits ist Beton wegen seiner geringen Zugfestigkeit
für Bauteile, die auf Biegung oder Zug beansprucht werden,
nur beschränkt verwendbar. Durch Verbindung mit Stahl zu Stahlbeton-
oder Spannbetonkonstruktionen wird er jedoch zu einem universellen
Baustoff.
Mit
Beton assoziieren die meisten von uns „grau in grau“
und triste Wohnblöcke, also sogenannte „Betonsiedlungen“
oder große Industriebauten. Dabei gehört Beton
im Massivbau zu den am meisten verwendeten Baustoffe.
Eine
Vielzahl von Betontypen mit unterschiedlichen Rohdichten und
entsprechenden Eigenschaften schafft vielfältige Anwendungsbereiche.
Je höher die Rohdichte desto Höher die Druckfestigkeit
und damit erhöhen sich auch die Baustoffeigenschaften,
wie Dichtigkeit, Wärmeleitfähigkeit und Wärmespeicherfähigkeit
sowie die Werte für die Schalldämmung. Normalbeton
besitzt eine Rohdichte zwischen 2.000 und 2.800 kg/m3 und
wird gewöhnlich für Fundamente, Decken, Bodenplatten
und Kellerwände verwendet. In Kombination mit schwimmenden
Estrichen, Teppichbelägen oder Wärmedämmstoffen
erfüllt Normalbeton alle Anforderungen an Außen-
und Innenbauteilen hinsichtlich des Wärme-, Feuchte-,
Brandschutz- und Schallschutzes.
Bei
Leichtbeton kommt das Thema Wärmedämmung auf seine Kosten.(Rohdichte
von 2.000 kg/m3 Leichtbeton, 400 bis 800 kg/m3 sehr leichten Betone).Dies
wären zum Beispiel Hohlblock- und Vollblocksteine – Mauersteine
also, die sich aufgrund ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit
für einschichtige Außenwände eignen. Sie erreichen
mit 0,12 W/m2K sogar einen niedrigeren Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit
als Fichtenholz und damit den niedrigsten Wert von Mauerwerk überhaupt.
Vorgefertigte Bauteile aus Beton bieten gerade beim Flächen
sparenden Bauen besondere Vorteile, denn sie ermöglichen etwa
die variable Raumaufteilung durch große Spannweiten und sparsame
Querschnitte. Vor allem aber ist der Faktor Zeit ein gr0ßer
Vorteil bei Fertigteilen.
Keller
aus Fertigteilen – auch mit Wärmedämmung
Gerade
beim Keller ist der Einsatz von Fertigteilen von Vorteil. Der Keller
wird dabei aus vorproduzierten Fertigteilen zusammengesetzt.
Wände, Decke und Treppe werden angeliefert und es wird
viel Zeit gespart. Auch in diesem Fall werden zuerst die Fundamente
gegossen. Die Wände werden als Doppelwandelemente geliefert
und montiert. Alle nötigen Aussparungen für Türen,
Fenster und Lüftung sind bereits im Wandelement enthalten.
Auch die Tür- und Fensterstöcke können mit
dem Wandelement gleich mitbestellt werden. Anschließend
wird die Unterstützung für die Elementdecke errichtet
und dann die Decke verlegt. Die Kellertreppe wird in einem
Stück bereits fertig angeliefert und montiert. Schließlich
werden Wände und Decken in einmal gegossen.
Wie
beim traditionellen Keller wird als Feuchtigkeitsschutz eine
geeignete Außenbeschichtung aufgetragen und es wird
eine Filtersteinwand eingesetzt. Verputzen erübrigt sich
beim Fertigkeller. Die Oberflächen der Wand- und Deckenelemente
sind glatt und können entweder so belassen oder gestrichen
werden. Beim Fertigkeller müssen nicht nur die exakten
Maße ans Werk weitergegeben werden. Es sollten auch
die Leerverrohrungen für die Elektroinstallation, die
Elektrodosen sowie die Abwasser- und Sanitäranlagen angegeben
werden. Damit können geeignete Schlitze in der Decke
vorgesehen werden, damit späteres Bohren vermieden wird.
Soll
nicht nur Zeit gespart werden sondern auch Energie so gibt
es auch eine Wärmedämmung. Dabei haben wir doppelwandige,
vorgefertigte Elemente mit einer integrierter Wärmedämmung.
Außen besteht die Wand aus einer Betonfertigteilscheibe,
welche die weiter innen liegende Wärmedämmung schützt,
dann folgt der Ortbetonkern und dann eine weitere Fertigteilscheibe.
Die Außenscheibe und die Wärmedämmung sind
wärmebrückenfrei mit dem tragenden Teil der Wand
verbunden.
Die
statisch erforderliche Bewehrung wird in der Innenscheibe und im
Ortbetonkern vorgesehen. Aussparungen für Öffnungen werden
werkseitig vorgesehen.
Betontrenntechnik
Betontrenntechnik fängt dort an wo bei der Bearbeitung von
Beton und Mauerwerk mit allgemeinbekannten Mitteln wie Stemmen oder
Kompressoren die Grenzen aus technischen oder ökonomischen
Gründen gesetzt sind. Die Diamant- oder Betontrenntechnik ist
der Oberbegriff für die einzelnen Bereiche wie den erschütterungsfreien
Abbruch, des Diamantsägen, der Diamantkernbohrung, des Diamantseilsägens
oder des Fugenschneidens.