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Die Decke

Es gibt verschiedene Deckensysteme. Diese haben jeweils ihre Vor- und Nachteile. Hier spielt der Schallschutz und besonders der Trittschall eine wesentliche Rolle. Wichtiger als die Masse der Decke ist deshalb, dass der Fußbodenaufbau gut von der Decke abgekoppelt ist. Dies erfolgt durch mehrschalige Bauweise. Während die Unterdecke möglichst massiv sein soll, muss die Bodenauflagefläche durch schallschluckende Auflagen, Aufschüttungen oder Schichten in schwimmender Bauweise von der eigentlichen Decke getrennt sein.

Die Deckenarten

  • Hohlziegel-Betondecken sind sehr preiswert wobei Tonsteine etwas teurer sind als Betonsteine. Zudem ist diese Deckenart im Selbstbau leicht zu handhaben und außerdem können Leitungen problemlos in den Hohlräumen verlegt werden. Die Nachteile bestehen darin, dass sie nicht anpassungsfähig ist und Rundungen sowie Schrägen geschalt und mit Vollbeton ausgegossen werden müssen.

  • Hohlkörperdecken bestehen aus großformatigen Betonplatten und sind leicht montierbar, die Bauweise erfolgt trocken und es kann sofort weitergearbeitet werden. Zudem ist diese Deckenart preiswert. Auch sie ist nicht anpassungsfähig und erlaubt kein nachträgliches Aufschlitzen der Decken.

  • Holztramdecke. Hier wird auf die tragenden Holzbalken nur ein Nut- und -Federboden verlegt. Dies ist die billigste Deckenkonstruktion und eignet sich für Räume, für welche keine Trittschalldämmung notwendig ist. Holztramdecken werden zudem auch aus optischen Gründen realisiert oder um ein besseres Wohngefühl zu bewirken. Mit etwas Fachwissen kann der Fußbodenaufbau von einem Heimwerker selbst bewältigt werden. Weniger geeignet ist diese Deckenart für Bäder, Wasch- und Duschräume sowie für Räumlichkeiten mit starker Feuchtigkeitsbildung. Hier besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Dagegen kann durch eine entsprechende Behandlung des Holzes vorgebeugt werden.

  • Vollbetondecken sind anpassungsfähig und werden vor allem bei ungewöhnlichen Konstruktionen verwendet. Sie sind auch interessant wegen der geringen Bauhöhe. Vollbeton ist allerdings die teuerste Variante der Betondecken. Zudem müssen Leitungen und Aussparungen schon in der Schalung vorgesehen werden.

Nützliche Tipps

Kellerdecken sollten als Massivdecken ausgeführt werden. Da der Keller kühl bleiben soll und die Wohnräume warm sind, hat die Wärmeisolierung der Kellerdecke eine besondere Bedeutung. An der obersten Geschossdecke müssen große Energieverluste verhindert werden.

Zur Deckenkonstruktion gehört auch der Bodenaufbau. Für Estriche und Bodenplattenbeläge eignet sich eine Massivdecke besser als eine Holzbalkendecke. Estriche werden schwimmend in folgenden Schichten ausgeführt: Dämmschicht, Dichtungsbahnen (10 cm überlappend), mindestens 5 cm Estrich. Die Abgrenzung zu vertikalen Flächen wie Wände und Türzargen erfolgt durch 5 mm elastische Dämmstreifen wie zum Beispiel Wellpappe. Bei Räumen mit einer Länge von über 5m sind Dehnfugen gegen Rissbildung anzubringen.

Bei Decken sind Fehlerbehebungen schwierig und aufwendig. Deshalb muss hier auf die Qualität des Materials und eine gewissenhafte Verarbeitung großes Augenmerk gelegt werden.


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