Jetzt NEU ... DER BAUFUCHS 2008 & DAS BAULEXIKON - Die wichtistgen Baubegriffe von A-Z !!!

        

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Die Einrichtung

Ein Haus ist noch nicht fertig, wenn die Einrichtung noch fehlt. Die Einrichtung unterliegt je nach Raum und je nach Bewohner unterschiedlichen Anforderungen. Einerseits muss sie praktisch sein, andererseits aber auch wieder wohnlich und schön. Es gibt tausende Möglichkeiten ein Haus oder eine Wohnung einzurichten. Als künftiger Hausbesitzer haben Sie nun die Möglichkeit, Ihren persönlichen Stil und Ihre persönlichen Wohnbedürfnisse in Ihrem neuen Heim zu verwirklichen. Die Devise sollte lauten: "Perfekt planen - perfekt wohnen".

Einrichten mit Massivholz

Es gibt kaum einen Werkstoff, der so viele Eigenschaften besitzt und der sich in so vielen Verwendungsbereichen bewährt hat, wie Holz. Holz ist nicht nur am Bau wichtig, sondern auch im Bau, im Wohnbereich. Holz vermittelt Geborgenheit, Behaglichkeit, Ruhe und Entspannung.

Vollholzerzeugung

Die Vollholzverarbeitung hat in den vergangenen Jahren wichtige Probleme gelöst. Es sind neue Produkte entstanden. Sie sind umweltfreundlich, gesund und preiswert. Der Werkstoff Vollholz wurde durch die wesentlich verbesserte technische Holztrocknung industrialisiert. Damit wurde Vollholz für die Verarbeitung so entscheidend verbessert, dass die industriellen Halbwaren möglich wurden. Diese bestehen aber nicht nur aus Nadelholz, wie wir sie aus dem Baumarkt kennen, sondern auch aus Laubholz.

Massivmöbel

Möbel können die Luftfeuchtigkeit eines Raumes nur beeinflussen, wenn sie aus wasseraufnahmefähigem Material bestehen. Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum wird Wasserdampf aufgenommen oder abgegeben. Damit wird die Raumluftfeuchtigkeit stabilisiert und insgesamt auf ein höheres Niveau gebracht. So werden übermäßige Staubbildung und elektrostatische Aufladung vermieden. Dieses natürliche System funktioniert allerdings nur dann, wenn es sich um Vollholzmöbel handelt, deren Poren nicht durch Öl- oder Kunstharz oder Kunststoffbeschichtung verschlossen sind. Wird aber die Raumluftfeuchtigkeit reguliert, d.h. feuchtwarmes Klima vermieden, so wird auch die Entwicklung von Bakterien, Milben, Motten und Teppichkäfern verhindert.

Nur natürlich (biologisch) gewachste oder geölte Vollholzmöbel besitzen diese regulierenden Eigenschaften. Hochglanzpolierte, kunstharzbeschichtete- oder Kunststoffmöbel können sich hingegen elektrostatisch aufladen. Dies führt zu Auf- und Entladungen im menschlichen Organismus und damit zu völlig naturwidrigen Verhältnissen, die den Menschen körperlich und seelisch belasten können. Dieser Aspekt trifft wiederum für Schlafzimmer in besonderem Maße zu.

Der Tischlermeister

Der gekonnte Innenausbau wird auch mit schwierigen Raummaßen problemlos fertig. Eine durchdachte Schrankwand bietet einfach mehr Platz und nützt Ecken aus, die sonst keine Verwendung finden würden.

Auf was sollten Sie bei Maßmöbeln achten? Wenn Fachleute die Qualität z.b. einer Schrankwand prüfen, betrachten Sie zuerst die Furniere. Nur wenn das Furnierbild organisch durchläuft, also wie gewachsen aussieht, ist die Arbeit gut ausgeführt. Dies gilt natürlich für den gesamten Innenausbau aus Holz. Hier bietet sich die Furnierbildgleichheit geradezu an. Die Furniere sollten auch dann nicht gestückelt sein, wenn es in der Möbelfront Unterbrechungen gibt. Selbst bei horizontal verlaufenden Konstruktionsböden muss das Furnier trotz der Unterbrechungen "im Bild" weiterlaufen.

Räume werden auch von Dingen geprägt, die sich nicht so ohne weiteres verändert lassen. Von einer Holzbekleidung an Wand und Decke, von Türen, Treppen, Raumteilern oder Fußbodenbelägen. Wer in einer Mietwohnung bleibt, beschränkt sich meistens auf jene Elemente der Raumgestaltung, die veränderbar und damit mitnehmbar sind. Wer ein eigenes Haus baut, der schenkt dem richtigen Rahmen für die Einrichtung wesentlich mehr Aufmerksamkeit.

Das Einrichten

Denken Sie daran, dass der Zweck, der den Räumen zugedacht wurde, auch bei der Einrichtung maßgeblich sein sollte. Sie sollten sich aber nicht nur zweckmäßig einrichten. Sie sollten auch Ihren persönlichen Geschmack, Ihren individuellen Stil konsequent zur Geltung bringen. Die Wohnung ist aber auch Arbeitsplatz; in einigen Fällen für die Frau, für die Kinder, und für den Herrn des Hauses. Zu Bedenken ist die Arbeitsplatzgestaltung in der Anordnung der Arbeitsmittel und der Lichtquellen sowie die Schaffung räumlicher Bedingungen wie Raumklima, Farbe und Geräuschdämmung. Dies soll die Arbeitsfreude und die Konzentration günstig beeinflussen.

Eine rationelle Raumgestaltung bedeutet vor allem eine sinnvolle Raumgliederung und –nutzung. Raumaufteilungen müssen dabei nicht starr sein.

Kleines Einricht-Lexikon

 Garderobe
Garderoben und Möbelsysteme bieten die Möglichkeit, Garderoben perfekt zu gestalten. Zum Programm gehören normalerweise Schränke für Kleider und Schuhe, Kommoden, Konsolen für´s Telefon und Ablagen.

 Spiegel
Kristallspiegel gibt es in allen Größen, mit oder ohne Rahmen, oft abgestimmt auf die Einrichtungselemente.

 Schrankmöbel
Einzelmöbel gibt es in großer Auswahl vom sachlich- schlichten Modell bis zum Bauernschrank, in allen Maßen.

 Highbords
Highbords als Einzelmöbel, sind ca. 100 bis 120 cm hoch, verschieden breit, verschieden tief.

 Sidebords
Sidebords als Einzelmöbel, sind ca. 70 cm bis 80 cm hoch, verschieden breit, verschieden tief.

 Elementmöbel
Elementmöbel sind Bausteine zum "kombinieren" von Wohnlandschaften. Sie führen zu High- und Sideboards, Wohntürmen und kompletten Schrankwänden, in allen Maßen.

 Möbelsysteme
Möbelsysteme sind zum Aufbau von Regalen, Schrankwänden, Raumteilern. Sie sind völlig zerlegbar in Einzelteile, individuell zusammenzustellen und für maßgenauen Aufbau. Die Ausstattungen sind sehr umfangreich. Sie lassen sich auch maßgerecht in Dachschrägen und komplizierten Grundrissen einbauen.

 Raumteiler
Raumteiler sind Schrankmöbel, die einen Raum in verschiedene Bereiche gliedern. Spannstützen werden zwischen Boden und Decke fest verspannt. Sie sind damit wandunabhängig.

 Polstermöbel
Man unterscheidet dabei Sessel, Sofas und Sitzgruppenelemente. Sessel sind Einsitzer, Sofas feste Zwei- Drei- oder Mehrsitzer. Sitzgruppenelemente lassen sich beliebig aneinander reihen, auch übers Eck.

  Gestellbetonte Sessel und Sofas
Gestellbetonte Sessel und Sofas haben ein Holz- oder Metall-Gestell als optisch erscheinendes Element.

 Vollpolster-Sessel und –Sofas
Vollpolster-Sessel und -Sofas enthalten Unterkonstruktionen aus Holz oder Kunststoff, die nicht sichtbar sind. Sie sind rundum gepolstert und mit Stoff oder Leder bezogen.

 Sitzgruppenelemente
Sitzgruppenelemente werden in der Mehrzahl als Vollpolstermöbel angeboten, können aber auch gestellbetont sein. Die Grundtypen sind nach allen Seiten anbaufähig. Darüber hinaus gibt es Rund- und Eck-Elemente sowie auch ansetzbare Armstützen.

 Couchtische
Ihre Größe muss sich nach der Zahl und Art der Sitzplätze richten. Dies gilt auch für Form und Gestaltung. Holztische gibt es in allen Stilarten und Ausführungen. Glas-, Marmor- und Steintische haben ein Holz- oder Metallgestell.

 Rattan- oder Korbtische
Rattan- oder Korbtische bestehen aus einem Rohrgestell. Rattan ist geschält, gebeizt und lackiert. Die Auflagefläche ist normalerweise aus Glas.

 Esstisch
Dabei kommt es hauptsächlich auf eine solide und aufwendige Unterkonstruktion an. Diese muss ihm Standfestigkeit geben. Der Tisch muss schwingungsarm steht.

 Stühle
Stühle werden aus Holz, Metall, Kunststoff und aus Rohr bzw. Rattan angeboten. Sie sind ungepolstert oder gepolstert. Esstisch und Stühle sollten zusammen ausgewählt werden. Machen Sie vor dem Kauf eine Sitzprobe. Denken Sie auch daran, dass auch Gäste einen Stuhl brauchen.

 Möbel für Kinderzimmer
Die Möblierung der Kinderzimmer richtet sich zuerst nach dem Alter der Kinder. Gebraucht werden ein Bett, ein Schrank, ein Tisch, der mitwächst, ein standfester Stuhl, ein ausbaufähiges Regal und die vielseitige Spielzeugkiste. In der Regel brauchen Kinder ab 12 Jahren die gleiche Einrichtung wie Erwachsene. Sie sollte allerdings robuster und farbenfroher sein.

 Schlafzimmermöbel
Hier lassen sich Flügeltürschränke gut öffnen. Sie bieten Zugriff über die volle Schrankinnenfläche. Es gibt Flügeltürschränke als Einzelschränke und als System- Möbel. Flügeltüren haben zudem den Vorteil, dass sie dicht schließen. Schiebetürschränke sparen Raum, sie bieten aber nicht den Überblick über den gesamten Schrankinhalt.

Die Räume

Wohnzimmer
Der schönste, größte und sonnigste Raum ist meist das Wohnzimmer. Hier hält sich die Familie während des Tages oder am Abend auf. Natürlich stellt jeder andere Anforderungen an diesen Wohnbereich. Ein Patentrezept, wie man ein Wohnzimmer einrichten sollte, gibt es nicht. Wichtig ist, dass das Wohnzimmer für Sie selbst und Ihre Familie eingerichtet wird. Das heutige Wohnzimmer ist sicher als Mehrzweckwohnzimmer zu planen. Es sollte ein Zimmer zum Ausruhen und sich unterhalten sein. Hier können der Fernsehapparat und die Stereoanlage stehen, hier wird gelesen, gegessen und gefaulenzt. Hier werden Freunde empfangen und bewirtet.

 Schlafzimmer
Erfahrungsgemäß sind Schlafzimmer zu klein. Die dafür bestimmten Möbel sind zu groß und unbeweglich. Wichtig ist es deshalb, dass Sie Ihre Möblierungsplanung für das Schlafzimmer so aufstellen, dass es großzügig wirkt. Der Mensch verbringt rund ein Drittel seines Lebens im Bett. Im Verhältnis dazu planen wir diesen Bereich unsers Lebens meist zu oberflächlich. Zudem hängen die menschliche Leistungsfähigkeit, die Karriere, das persönliche Wohlbefinden und oft auch das persönliche Glück in einem überdurchschnittlich hohen Maße vom Schlafen, vom Träumen und vom Wohlgefühl im Bett abhängt ab.Im Schlafzimmer sollte zudem der Platzbedarf nicht unterschätzt werden. Wäsche und Kleidung brauchen viel Stauraum. Das Einbau-Schlafzimmer nach Maß mit exakt "ausgeklügelten" Einbauschränken oder gar mit begehbarem Kleiderschrank ist die Lösung, um nicht nur dem Wohlgefühl zu dienen. Es werden auch große Platzreserven aktiviert. Beim Bett selbst ist die Größe entscheidend. Die Standardgröße (100 x 200 cm) bietet den meisten Menschen genug Bewegungsfreiheit. Wer aber größer als 185 cm ist, braucht eine Liegefläche, die 210 bis 220 cm groß ist. Sondergrößen gibt es bis zu 240 cm Länge. Als Faustregel gilt: Körpergröße + 20 bis 25 cm =  Bettlänge.

Kinderzimmer
Die Möbel sollten leicht sein. Auch die Kindern sollten sie transportieren können.Die Haltbarkeit und Beanspruchbarkeit der Möbel sollte extrem hoch sein. Sie müssen kipp- und standfest sein und sollten zudem keine scharfen Kanten und Ecken haben.
Die Sitzfläche von Kinderstühlen soll horizontal mit einer etwa einen Zentimeter tiefen Einmuldung am hinteren Teil der Sitzfläche sein. Dies bewirkt eine physiologische Sitzneigung von 3 bis 4 Grad. Die Lehne muss ausreichend gewölbt sein. Sie muss sich der natürlichen Krümmung der Wirbelsäule des Kindes möglichst gut anpassen. Die Platte eines Arbeitstisches für Kinder sollte ausreichend groß sein. Sie sollte sich zudem schräg stellen lassen. Etwa 16 Grad zum Schreiben und Lesen sind ideal.

 Polstermöbel
Die Palette an Polster- und Sitzmöbeln sehr groß. Auch mit wenig Geld lässt sich viel erreichen. Originalität und Bequemlichkeiten müssen nicht teuer sein. Zudem steht nirgends geschrieben, dass ein Wohnraum mit einheitlichen Sesseln ausgestattet werden muss. Gemusterte Bezüge erfordern beim Zusammenstellen allerdings Fingerspitzengefühl.


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