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Farben und Tapeten

Was wäre unser Welt ohne Farben. Sie haben unterschiedliche Wirkung auf uns.

Die Wirkung der Farben

Was sind Farben und welchen Gesetzen gehorchen sie? Wir wollen Ihnen ein paar wichtige Informationen dazu geben.

Farben sind nichts anderes als Licht. Das was wir als Farben sehen, ist das, was die Stoffe, Materialien, Farbkörper usw. an Licht zurückstrahlen.

Die Farben lassen sich im Lichtspektrum auch nach Wellenlängen ordnen. Vom kurzwelligen Violett bis zum langwelligen Rot. Dazwischen liegen Blau, Grün, Gelb, Orange und alle Zwischentöne. Im Regenbogen, der das Licht bricht, sind die verschiedenen Farben sichtbar. Farben haben aber auch eine psychologische Wirkung. Und diese folgt Gesetzmäßigkeiten.

 

Violett ist geheimnisvoll und romantisch

 

Blau ist kühl und weit

 

Grün wirkt beruhigend

 

Gelb ist erregend und belebend

 

Orange wirkt heiß und aggressiv

 

Rot empfinden wir warm

Hinzu kommen noch viele Zwischentöne. Außerdem müssen die Helligkeitsstufen beachtet werden, die man durch Beimischungen von Weiß oder Schwarz erhält.

Jeder Mensch hat seine persönliche Vorliebe für einen bestimmten Farbton. Dies hat nichts mit der grundsätzlichen Wirkung von Farben zu tun. Wählen Sie zwar ruhig Ihre Lieblingsfarbe, bedenken Sie aber auch, wie diese Farbe auf Ihre Mitmenschen wirkt.

Farbe kann Räume scheinbar vergrößern oder verkleinern. Sie führt dazu, dass Zimmer kalt oder warm wirken. Das selbe gilt auch für Tapeten oder Textilien.

Eine kleine Farbenkunde

 Kalkfarben bestehen aus gelöschtem Kalk und Wasser. Als Untergrund sind alle Kalkputze sowie Zement- und Betonflächen geeignet. Gipsputze eignen sich weniger. Durch die Zugabe von zwei bis drei Prozent Leinölfirnis lässt sich zudem die Abrissfestigkeit erhöhen. Kalk ist ökologisch unbedenklich. Er ist aber stark alkalisch und deshalb ätzend. Haut und Augen sind vor Kontakt mit Kalkfarbe zu schützen.

 Kreide-Leimfarben bestehen aus Kreide und bindenden Leimen. Sie sind wasserdampfdurchlässig und decken wesentlich bessere als Kalkfarben. Leimfarben sind zudem besonders preiswert. Sie sind ohne Konservierungsmittel unbedenklich. Sie sind nur wischfest, wenn Öle oder Harze (natürlicher oder synthetischer Art) beigefügt werden.

 Eisen und Stahl wird durch einen Anstrich vor Rost geschützt. Vor der Lackierung sollte ein Rostschutzmittel (Korrosionsanstrich) aufgetragen werden. Achten Sie darauf, dass solche Anstriche keine giftigen Blei- und Chromatverbindungen enthalten. Als Deckanstriche sind lösungsmittelfreie Acryllacke zu empfehlen.

 Holzschutz ist vor allem dort wichtig, wo das Holz dem Wetter oder ungünstigen Einflüssen ausgesetzt ist. Vor allem vor Holzschädlingen oder Pilzen muss es bewahrt werden. Es gibt chemischen oder natürlichen Holzschutz, der keinerlei schädliche Substanzen oder Wirkstoffe auch in geringster Menge beinhaltet. Dies ist vor allem bei Innenbereichen wichtig, um die Gesundheit der Bewohner nicht zu gefährden. Im Außenbereich und bei tragenden Bauteilen sind vorbeugende Wirkstoffe speziell bei Nadelholz angebracht.

 Lasuren sind hingegen offenporige Anstriche. Sie sollen das Holz vor dem Ausbleichen und vor Verschmutzung schützen. Sie dringen tief ins Holz ein und bilden einen dampfdurchlässigen Schutzfilm. Naturharz-Lasuren bestehen aus trockenem Öl und Naturharzen, denen bleichfreie Trockenstoffen beigemengt werden. Wichtig ist, dass sie lösungsmittelfrei sind.

 Lacke bilden an der Oberfläche eine geschlossene und wasserabweisende Schicht. Dispersions- oder Acrylharzlacke werden mit Wasser verdünnt. Sie enthalten geringe Mengen an organischen Lösungsmitteln.

 Naturharzöl-Lacke sind ähnlich wie die Naturharzöl-Lasuren aufgebaut. Sie bilden aber wegen des höheren Harzanteils einen dickeren Film auf der Oberfläche. Sie sind gesundheitlich unbedenklich, trocknen aber langsamer. Sie sind aber heute genauso dauerhaft wie Kunstharzlacke.

 Holz kann auch mit Bienenwachs gepflegt werden. Dies gilt ausschließlich für den Innenbereich. Die mit Wachs behandelten Oberflächen sind weniger kratzfest und anfälliger für Wasserflecken als Flächen, die mit Lacken und Lasuren behandelt wurden.

 Eine Ölbeschichtung kann das Holz besser vor Nässe und Verschmutzung schützen als eine Wachsschicht. Hierzu werden Firnisse, hauptsächlich Leinölfirnisse, verwendet. Das mehrere Stunden abgekochte Leinöl ist frei von Lösungsmitteln und sonstigen Schadstoffen. Da Holz eine unterschiedliche Saugfähigkeit hat, ist ein mehrmaliges Auftragen notwendig. Das Auftragen ist nicht schwieriger als bei einem Klarlack. Es gibt lösungsmittelfreie Naturöle, die an Belastbarkeit den Vergleich mit chemischen Produkten problemlos standhalten. So ist zum Beispiel der Boden des Flughafens von Oslo mit Naturölen behandelt.

 Ausgangsprodukte für waschbare Silikatfarben sind Kaliwasserglas, Kreide, Talkum, Marmormehl, Farbpigmente und eventuell Kunstharze. Reine Silikatfarben bestehen aus anorganischen und mineralischen Rohstoffen. Als Lösungsmittel enthalten sie nur Wasser. Sie eignen sich besonders für feuchte Mauern.

 Naturharz-Dispersionsfarben enthalten meist als Bindemittel eine Naturharzdispersion, Wasser und geringe Mengen an Lösungsmitteln. Es gibt aber auch lösungsmittelfreie Produkte zum Beispiel von Biofa. Als Weißstoffe sind Kreide oder Titanweiß beigemengt.

Tapeten

Tapeten ermöglichen heutzutage verschiedenste gestalterische Wünsche. Weit verbreitet ist immer noch die Raufasertapete. Ihre rauputzähnliche Struktur sollte stets mit Dispersionsfarbe überstrichen werden. Eleganter sind Relieftapeten. Auch sie können farbig angestrichen werden. Der Umgang mit klassischen Drucktapeten ist einfacher geworden, seit es die Dauermakulatur gibt. Von ihr kann man die Mustertapete einfach wieder abziehen. Für stark strapazierte Räume empfiehlt sich eine Papiertapete mit PVC-Beschichtung. Sie lässt sich mit Seifenlauge problemlos reinigen. Zu den anspruchsvolleren Tapeten gehören die Kork- und Textiltapeten.

Farbe wirkt auf großen Flächen oft anders, als auf kleinen Musterflächen. Der Fachmann kann Ihnen beratend zur Seite stehen. Besondere im Außenbereich kann das falsche Material auch zu erheblichen Bauschäden führen. Tapetenmusterbücher sollten Sie nur zur ersten Vorauswahl benutzen. Lassen Sie sich von den ausgewählten Tapeten zwei bis drei Rollen auf dem Vorführgestell aufrollen.


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