
Fertighäuser
In Nordamerika und
Japan beträgt der Anteil der Fertighäuser zwischen 60 und 90 Prozent
des Marktes. In Skandinavien sind Fertighäuser bereits die "herkömmliche"
Bauweise, da dort praktisch alle Gebäude – auch die öffentlichen
– aus Fertigelementen hergestellt werden. Bei uns sind Fertighäuser
noch eine Seltenheit, verzeichnen jüngst aber eine verstärkte
Zunahme.
Was
sind Fertighäuser?
Ein Fertighaus besteht
aus vorgefertigten Elementen. Die Wandteile sind so hoch wie ein
Stockwerk. Fenster und Türen sind bereits eingebaut, wobei der
Kunde die Qualität der verwendeten Materialien bestimmen kann.
Die Teile, auch die vorgefertigte Decke, werden zur Baustelle
transportiert und vor Ort zusammengebaut. Fertighäuser werden
meist in Holzverbund-Bauweise hergestellt. Der Bauherr kann aber
auch zwischen Betonbau oder Mischbauweise wählen. In allen Fällen
ist auf höchste Präzision Wert zu legen.
Bei Fertighäusern
kann der Interessent aus verschiedenen bestehenden Modellen auswählen.
Er kann aber auch seine eigenen Ideen einbringen. Auch Einzelanfertigungen
sind durchaus möglich.
Noch vor einigen
Jahren wäre ein Fertighaus für Südtiroler kaum vorstellbar gewesen.
Das passte einfach nicht so recht zur bodenständigen ländlichen
Mentalität. Aber im Hausbau haben viele Neuheiten Einzug gehalten
und es gibt durchaus Änderungen im Bauverhalten der jungen Bauherrn.
Es bleibt jedoch nach wie vor ein ungewöhnliches Gefühl, wenn
man an Muster-Dörfern vorbeikommen, um sich verschiedene Modelle
von Häusern anzuschauen, ähnlich wie in einem Möbelgeschäft Schränke
oder Tische.
Die
Qualität
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Die Frage nach
der Qualität hängt wesentlich von Ihren Budgetvorstellungen
ab. Qualität kostet etwas mehr – das gilt aber nicht nur
beim Fertighaus. Allein in Österreich wurden 400.000 Fertighäuser
mit Qualitäts-Gütesiegel gebaut. Das Vorurteil, Fertighäuser
seien weniger schall- und wärmeisoliert, entbehrt jeglicher
Wahrheit. Fertighäuser weisen teilweise eine doppelt so
hohe Wärmedämmung bei Außenwänden auf wie konventionelle
Häuser. Beim Schallschutz sind die Werte praktisch gleich.
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Auch was die Lebensdauer
eines Fertighauses betrifft, ist diese generell mit den konventionellen
Bauten gleichzusetzen. Es wird zudem meist eine Mindeslebensdauer
von 80 Jahren gewährleistet. Die tatsächliche Lebensdauer hängt
von der Pflege ab und kann deshalb weitaus höher sein.
Die Bauzeit
Der Lieferant haftet
für die Terminvereinbarung. Je nach der gewählten Bauweise und
den verwendeten Materialien kann das Fertighaus in wenigen Wochen
realisiert werden. Das Fundament bis zur Kelleroberkante muss
meist vom Bauherrn gestellt werden.
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Generell unterscheidet
man zwischen dem Ausbauhaus und dem schlüsselfertigen Haus.
Unter einem Ausbauhaus versteht man einen genau definierten
Leistungsumfang, wobei Sanitärfertigmontage, Heizungsanlage,
Böden und Fliesen nicht inbegriffen sind. Dafür muss der
Bauherr in einer zweiten Phase selbst sorgen.
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Ein schlüsselfertiges
Haus ist ein Fertighaus, bei dem der Leistungsumfang ebenfalls
klar definiert ist. Das Haus ist dann aber komplett mit Sanitärfertigmontage,
Heizungsanlage, Böden und Fliesen ausgestattet.
Der
Preis