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Der Fußboden

Die Geschichte des Fußbodens, seiner technischen Ausführung und seiner Bedeutung reicht weit zurück. Die altbewährten Materialien behaupteten sich und neue kamen hinzu. Selten wird im Wohnbereich nach der technischen Eignung gefragt.

Materialauswahl

Materialvorlieben und -ablehnungen spielen eine große Rolle, denn die Bodenfläche ist sehr entscheidend für die Raumgestaltung. Da es im Bereich des Wohnens in erster Linie darauf ankommt, sich in seiner Umgebung wohl und behaglich zu fühlen, ist es sicher richtig, die Entscheidung für einen Bodenbelag mit der Frage einzuleiten: Was möchte ich gerne, was passt am besten zur Gestaltung des Raumes? Hier gilt es sachlich abzuwägen, denn gerade der Fußboden gehört zu den stark strapazierten Bauteilen.

Trotz Vorlieben und Ästhetik sollte man folgende Punkte immer beachten:

  • Sicherheit beim Begehen
  • Widerstand gegen Abnutzung
  • hygienische Eigenschaften

Estrich und Bodenbelag

Der Fußboden ist wichtiger Bestandteil einer gut durchdachten Planung beim Hausbau.

Angefangen bei der Isolierung und den Wärme- und Trittschall-Dämmschichten über den Estrich bis hin zu den Bodenbelägen müssen die Eigenschaften der verwendeten Materialien aufeinander abgestimmt sein, um den erforderlichen technischen und – beim Bodenbelag – auch optischen und wohnlichen Anforderungen zu entsprechen.

Estriche werden im Wohnungsbau als "Verbundestrich" oder "Schwimmender Estrich" auf Trenn- oder Dämmschichten aufgeführt. Hierbei können Estriche auch als Energieträger verwendet werden (Fußbodenheizungsestrich).<

Bindemittelabhängig wird zwischen Anhydrit-, Zement-, Gussasphalt und Magnesiaestrich unterschieden. Dabei steht der Zementestrich wegen seiner Wirtschaftlichkeit an erster Stelle.

Bei der Wahl der Dämmschichten spielen Überlegungen der Wärmedämmung und des Schallschutzes eine maßgebliche Rolle. Neben den Mineralfaser- und Styroporprodukten können auch natürliche Materialien aus Kork oder Kokos ohne Qualitätsverlust verwendet werden.

Teppichboden

Er vermittelt Behaglichkeit, verbessert das Raumklima, die Wärmeisolation, den Gehkomfort, die Akustik und sogar die Lufthygiene. So enthält die Luft in Räumen mit Teppichböden nur halb soviel Staub, wie Luft in Räumen mit glatten Böden.

Grundvoraussetzung ist allerdings eine vorbildliche Pflege des Teppichbodens, wobei auch die weniger zugänglichen Stellen im Raum beim Staubsaugen möglichst nicht vergessen werden sollten.

In der Vergangenheit war der Teppich einer der kostbarsten und anspruchsvollsten Bodenbeläge. Seit der Einführung der Tuftingtechnik in den 60er-Jahren und der Verwendung von synthetischen Fasern wurde der Teppichboden für jedermann erschwinglich.

Die Frage ob ein gewebter oder getufteter Teppichboden besser sei, kann so nicht beantwortet werden. Beide Techniken haben Vor- und Nachteile, die sich aber in erster Linie auf die Anfertigung selbst und kaum auf die Gebrauchstüchtigkeit beziehen. Auch die Frage, ob Wolle oder Synthetik, ist nicht leicht zu entscheiden. Grundsätzlich ist reine Schurwolle ein natürliches Material mit vielen positiven Eigenschaften, die von den synthetischen Fasern nachgeahmt werden.

Parkett

Parkett wird heute mehr denn je im Wohnbereich eingesetzt. Das Faszinierende an diesem Holzfußboden ist nicht nur die Schönheit, das Flair, die Ausstrahlung, die vom Parkett ausgeht, sondern auch seine Anpassungsfähigkeit an jede Stilrichtung und Einrichtung. Parkett ist einer der wirtschaftlichsten Fußböden überhaupt – auch das haben Langzeituntersuchungen, welche den Anschaffungspreis, den Pflegeaufwand und die Lebensdauer berücksichtigen, erwiesen. Allein die Lebensdauer von Generationen macht den Parkettboden zu einer preiswerten Langzeitinvestition. Parkett ist der einzige Fußboden, den der Parkettleger "regenerieren" kann – wenn die Versiegelung jahrelang strapaziert worden ist, lässt sich der Boden problemlos abschleifen und neu versiegeln und er sieht dann auch wieder wie neu aus.

Fertigparkett

Fertigparkett zeigt diese Parkett-Vielfalt in konzentrierter Form, denn die vorgefertigten und versiegelten Elemente haben die Verlegebilder des traditionellen Stab- und Mosaikparketts übernommen und noch andere dazu entwickelt.

Fertigparkett kann mit einigem Geschick auch schnell und problemlos selbst verlegt werden. Fertigparkett lässt sich schwimmend verlegen, aber auch verkleben. Die Vorteile der schwimmenden Verlegung liegen darin, dass jede trockene, ebene und feste Fläche als Untergrund geeignet ist. Auch für Räume mit Fußbodenheizung ist es ideal. Fertigparkett ist äußerst verlegefreundlich. Es wird vom Werk in praktischen Großelementen geliefert, montagefertig geschliffen und versiegelt. Die Elemente sind rundum mit Nut und Feder ausgestattet, so dass sie sich nahtlos ineinander fügen. Alles in allem ist Fertigparkett heute so durchdacht und vorbereitet, dass es schnell, sauber und absolut perfekt verlegt werden kann.

Korkbodenbelag

In der Raumgestaltung gewinnt Kork als Bodenbelag zunehmend an Bedeutung.

Dekorative Fußbodenbeläge aus natürlichem Kork entsprechen dem Trend zur natürlichen Lebensweise und stellen eine besonders reizvolle Alternative zu herkömmlichen Bodenbelägen mit vielen Vorzügen dar.

Korkbodenbeläge gibt es als massives Korkparkett und als hochwertig furnierte Ware in vielen Formen und Designs. Sie können zwischen naturbelassenen Platten zur späteren Lackierung oder Wachsung und versiegelten Platten wählen. Zur Anwendung kommen sowohl einschichtige als auch zweischichtige Platten, die durch ein auf die Trägerplatte aufkaschiertes Furnier besonders dekorativ zur Wirkung kommen.

Laminatboden

Der in Schweden entwickelte Laminatboden bringt die charakteristischen Vorteile verschiedener aktueller Fußböden auf einen Nenner: Optik und Ästhetik von Parkett, Härte, Hitzebeständigkeit von Marmor- oder Keramik, sowie die Pflegeleichtigkeit von Kunststoffböden.

Der Laminatboden ist der erste Fußboden, der so ziemlich alles aushält, egal ob Möbelbeine, hohe Absätze oder UV-Licht. Außerdem braucht dieser robuste Boden kaum Pflege. Für den gewerblichen Einsatz gibt es seit jüngerer Zeit ein Produkt, das sogar für Tanzflächen in Diskotheken freigegeben wurde. Bei Laminatböden gibt es allerdings auch Billigprodukte.

Quarzsteinboden

Quarzsteinboden ist ein Naturprodukt. Es handelt sich dabei um einen Bodenbelag mit hervorragenden Eigenschaften. Er ist überall dort einzusetzen, wo man einen dekorativen und modernen Bodenbelag erwartet. Sein Hauptbestandteil ist WST-Quarz. Durch beifügen von EP-Harzen entsteht ein fester und homogener Belag. Die Belagsstärke liegt bei 6 bis 8 mm, in Sonderfällen bei 10 mm.

Der Boden wird auf der Baustelle angemischt und verlegt. Die Raum- und Fußbodentemperatur sollte bei der Verarbeitung nicht unter 18° C liegen. Der Boden ist 24 Stunden nach der Verlegung begehbar und nach 48 Stunden belastbar. Der chemische Aushärtungsprozess beträgt 7 Tage. Während dieser Zeit sollte der Boden nicht mit Wasser in Berührung kommen, um die Aushärtung nicht zu unterbinden.


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