
Das Licht
Seit jeher haben
Baumeister in drei Dimensionen gedacht: In Länge, Breite und Höhe.
Mit Ausnahme verschiedener Zweckbauten (Tempel, Pyramiden usw.)
spielte das Licht eine geringe Rolle. Erst in jüngster Zeit wurde
das Licht als "4. Dimension" entdeckt. Erst das Licht
lässt die Dinge richtig in Erscheinung treten. Im Dunkeln sieht
man nichts. Immer stärker werden deshalb Beleuchtungsplaner herangezogen,
um das Lichtsystem professionell zu planen.
Licht
planen
Das Licht muss frühzeitig
geplant werden. Das Licht bringt nicht nur die Architektur und
die Einrichtung erst richtig zur Geltung. Licht wirkt sich auch
auf Ihr Wohlbefinden aus. In der Medizin ist dies unumstritten.
Nicht umsonst gibt es Winterdepressionen und andere Krankheiten,
die mit Lichttherapie behandelt werden.
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Mit Licht inszenieren,
das ist das Geheimnis des Wohlbefindens. Richtig eingesetztes,
blendfreies Licht am Essplatz fördert die gesellige Kommunikation
in der Familie oder mit Freunden. Die richtige Lichtstimmung
im Wohnzimmer fördert die Entspannung. Ihre Pflanzen, Möbel,
Bilder und Accessoires werden ins richtige Licht gerückt.
Der Raum erscheint zudem großzügiger und weiter. Licht im
Eingang oder im Flur sorgt für den guten ersten Eindruck
bei Ihrem Besuch. Richtig eingesetzt kann Licht auch Räume
optisch verändern. Lange Flure erscheinen kürzer und breiter,
niedere Räume höher oder kalte Räume wärmer. Im Schlafzimmer
sorgt die richtige Beleuchtung für ausreichendes Licht im
Kleiderschrank, es braucht eine blendfreie Allgemeinbeleuchtung
beim Aufwachen und ein individuelles Leselicht vor dem Einschlafen.
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Die
Möglichkeiten
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Als Beleuchtungskörper
gibt es heute weit mehr als nur die Glühbirne oder Neonröhre.
Licht wird gerichtet und geflutet, in Decken und Wände eingebaut.
Licht wird berechnet, geplant, ferngesteuert und in vielen
Helligkeitsstufen gedimmt. Die neuen Lampen sind dem herkömmlichen
Gerät in allem überlegen. Sie geben mehr und helleres Licht
bei kleineren Abmessungen. Sie sind zwar teurer in der Anschaffung,
doch auf Dauer ökonomischer. Sie leben länger und sind genügsamer
im Stromverbrauch.
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Doch auch beim Licht
ist Quantität nicht gleichzusetzen mit Qualität. Nicht die Masse
an Helligkeit ist wichtig. Es kommt auf die richtige Dosierung
und Positionierung der Lichtquellen im Raum an.
Die meisten denken
beim Bauen noch lange nicht an die Lampen. Der Bauherr ist oft
schon eingezogen, da hängen noch immer die Drähte mit einer notdürftigen
Glühbirne von der Decke. Leider ist der zentrale Deckenauslass,
das Strippenende in der Zimmermitte noch immer gang und gäbe.
Dort ist er aber meist überflüssig.
Die
Sonne als wichtigste Lichtquelle
Die Sonne geht morgens
auf und abends unter. Aber was findet eigentlich dazwischen statt?
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Der Mensch
ist im Laufe eines Tages unzähligen unterschiedlichen Lichtsituationen
ausgesetzt. Dabei ist kein Tag gleich wie der andere. Sie
werden kaum eine Lichtsituation bewusst wahrnehmen. Dennoch
beeinflusst sie ihre Stimmung. Ein Sonnenaufgang, das Lichtspiel
der Blätter einer Birke in der Nachmittagssonne oder ein
nebliger Herbsttag in Venedig sind nur einige Situationen,
die verdeutlichen, welchen Einfluss das Licht auf uns Menschen
hat. Das Licht in der Natur ist dynamisch. Die Sonne als
Beleuchtung verändert im Laufe eines Tages sowohl ihre Position
als auch ihre Lichtintensität und die Farbe.
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Das Licht in unseren
Wohnungen und Häusern kann nur statisch sein, wenn die Belichtung
nicht rechtzeitig geplant wird, sondern lediglich Stromauslässe
in der Deckemitte oder vielleicht noch ein Wandauslass gewählt
werden. Letzteres ist jedoch nur sinnvoll, wenn man eine Glühbirne
oder ein Leuchte verwenden will. Künstliches Licht kann aber viele
Gesichter haben. Gemeint ist damit nicht die Wahl der Lampe, sondern
die Positionierung der Lichtquelle. Decke, Wand und auch Boden
stehen zur Verfügung. Sie alle können für die Beleuchtung eines
Raumes genutzt werden.
Die
Leuchtmittel
Wählt man für sein
Haus Leuchten mit Glühbirnen, die ein relativ warmes rötliches
Licht abgeben? Das helle, dem Sonnenlicht ähnliche Halogenlicht
kann man dimmen und erreicht damit die gleiche Wirkung wie bei
Glühbirnen. Leuchtstofflampen verbrauchen wesentlich weniger Strom
als Glühbirnen. Sie sind aber für die Anwendung im Wohnbereich
nur bedingt geeignet. Das richtige Licht ist nicht immer auch
das beste Licht. Lebensgewohnheiten der Hausbewohner, Funktionen
und Nutzungen der einzelnen Räume, aber auch verschiedene psychologische
Aspekte sollten bei einer Planung berücksichtigt werden. Im Mittelpunkt
sollte dabei das Wohlbefinden der Bewohner und Besucher stehen.
Informieren Sie sich
bei der Lichtplanung Ihres Hauses auch über neue Techniken. Nutzen
Sie diese sinnvoll! Licht kann sehr interessant und faszinierend
sein, seien Sie deshalb aufgeschlossen und experimentierfreudig.
Lichtzonen
Heute wird nicht
nur eine Lampe aufgehängt, heute schafft man Lichtzonen. Es gibt
direktes Licht, freistrahlendes Licht und indirektes Licht. Dabei
ist das direkte auf eine bestimmte Stelle gerichtet und verhältnismäßig
begrenzt. Das freistrahlende Licht erhellt den ganzen Raum. Diese
Lichtquelle kann man ruhig sehen. Indirektes Licht kommt hingegen
von verdeckten Lampen. Sie sind zum Beispiel gegen eine Wand gerichtet.
Hier nun einige Leuchten: