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Die Lüftung

Beim Hausbau wird immer wieder von Dämmen und Isolieren gesprochen: gegen Feuchtigkeit, gegen Lärm und so weiter. Manchmal aber entstehen durch die Lösung eines alten Problems ein neues.

Die Neubauten werden, wie bereits gesagt, immer besser gedämmt, wobei es vorwiegend auch um geringere Heizkosten und wohlige Wärme geht. Wer mag schon eine kalte Wand. Sorgten aber früher zum Beispiel undichte Fenster für die automatische Zufuhr von Frischluft, so unterbleibt dies dank der besseren Fenstertechnik. Ohne regelmäßige Lüftung ist die Raumluft deshalb oft verbraucht und unhygienischer als früher. Wenn man aber alle eineinhalb Stunden die Fenster öffnet, um zu Lüften, dann ist dies lästig und andererseits geht natürlich wieder der Vorteil der Wärmedämmung verloren.

Wie sollte man lüften?

Die gesamte Wohnraumluft sollte alle ein bis zwei Stunden ausgewechselt werden. Küchen- und Badezimmerdämpfe sowie WC-Geruch müssen noch rascher abgelüftet werden. Die Lösung des Problems ist eine automatische Be- und Entlüftungsanlage. Sie kann nicht nur ein Ambiente schaffen, als seien sie im Freien, ein Staubfilter kann sogar für eine bessere Luft als im Freien sorgen. Bei Pollenallergien kann ein Pollenfilter Abhilfe schaffen.

Die Be- und Entlüftungsanlage

Für eine solche Anlage wird ein 20 bis 25 Meter langes Kunststoffrohr rund 1,5 bis 2 Meter tief im Boden verlegt. In dieser Tiefe ist die Luft auch bei Minusgraden im Winter noch wärmer, als im Freien und im Sommer ist sie angenehm kühl. Wenn dies nicht möglich ist bzw. als Alternative sollte eine Zuluftansaugung direkt durch die Außenluft oder über das Dach vorgesehen werden. Die Luft wird über ein Kunststoffrohr im Boden oder über die Außenmauer oder das Dach angesaugt. Maschinelles Herzstück ist jedoch ein Zentralgerät. Dieses saugt die verbrauchte Luft ab, über einen Wärmetauscher wird dieser die Wärme entzogen und an die Frischluft abgegeben, die dann in den Raum gelangt. Die Betriebsregelung kann händisch oder über eine CO 2 - oder feuchtigkeitsbezogene Automatik gesteuert werden. Dieses Zentralgerät kann im Keller, im Dachboden oder in einem anderen Raum aufgestellt werden, wo es nicht stört. Es hat im Regelfall die Größe einer Waschmaschine. Der Stromverbrauch eines guten Gerätes liegt bei 100 Watt, was der Leistung einer etwas stärkeren Glühbirne entspricht. Der Preis einer solchen Anlage ist stark vom Wirkungsgrad abhängig, der zwischen 50 und 90 Prozent liegen kann. Der Preis variiert zwischen 2.500 und 6.000 Euro.

Richtig Lüften will gelernt sein


Querlüftung I: Fenster und gegenüberliegende Tür wird für 1-5 Minuten ganz geöffnet.

Bei der Stoßlüftung bleibt das Fenster 5-10 Minuten geöffnet.

Bei einem halb geöffnet Fenster 10-15 Minuten lüften.

Querlüftung II: Bei gekippten Fenster und geöffneter Tür ca. 15-30 Minuten

Bei gekipptem Fenster ca. 30-60 Minuten

Lüften heißt "Luftwechseln". Einige Empfehlungen:

  • Während der Heizperiode sollte jedes Dauerlüften vermieden werden

  • Nur kurz Durchlüften, dafür öfter.

  • Keller nicht im Sommer lüften


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