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Die Planungsphase

Die richtige Planung ist entscheidend für ihr Haus. Entscheidend über das Aussehen, die Qualität und die Umsetzung. Der Plan begleitet den Hausbau vom Anfang bis zum Ende. Bei ihrer Planung sind folgende Punkte zu beachten:

Mieten, kaufen oder bauen?

Es hängt von den jeweiligen Umständen ab, ob mieten, kaufen oder bauen sinnvoll ist. Es gibt durchaus berufliche oder andere Gründe, die das Mieten einer Wohnung sinnvoll erscheinen lassen. In Südtirol zieht jedoch der weitaus größere Teil der Bevölkerung vor, in den eigenen vier Wänden zu wohnen.

Kaufen kostet in der Regel mehr als bauen, ist dafür aber deutlich weniger zeitaufwendig und man hat weniger Probleme und Sorgen. Meist kauft man das fertige Produkt, hat einen fixen Kaufpreis und hat keine Sorgen und Probleme mit Handwerkern oder Firmen. Wer aber bauen will, der braucht eine gute Planung.

Die Projektierung

Einen Bau ohne Projektanten gibt es nicht. Suchen Sie lieber etwas länger, denn eine gute Kommunikation und ein gutes Feeling zwischen dem Bauherrn und dem Projektanten ist wichtig. Es ist ein sensibles Wechselspiel. Zuerst müssen Sie sich selbst darüber im Klaren sein, was Sie möchten und sich im Kreise der Familie absprechen. Der Planer muss dann Ihre Vorstellungen und Wünsche verstehen und Ihnen bei der Realisierung helfen. Es sollte aber Ihr Haus sein, das verwirklicht wird. Der Projektant kann auch als Bauleiter das Bauvorhaben über die reine Planungsphase hinaus betreuen.

Der Plan

Ein guter Plan beinhaltet alle Bereiche des Bauens: den Standort, die Sonneneinstrahlung, die Architektur, die Baustoffe, die Gebäudeinstallation, die Innenraumgestaltung und die Außengestaltung. Der Plan dient dazu, dass alle wissen, was entstehen soll, vom Bauherrn über die Gemeinde bis zu den Handwerkern. Bevor Sie definitiv einen Plan absegnen, sprechen Sie viel mit Bewohnern von Häusern, die ihnen gefallen.

Die Vergabe der Bauarbeiten

Wenn der Plan fertig und genehmigt ist, beginnt die Suche nach den richtigen Handwerkern. Sie können den Bau sozusagen "schlüsselfertig" einer Baufirma übergeben, Sie können aber auch jeden einzelnen Handwerker selbst suchen und die Arbeiten koordinieren. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Die schlüsselfertige Vergabe schätzen vor allem jene Bauherren, die beruflich stark eingespannt sind und sich um den eigenen Bau kaum kümmern können. Zudem hat der Bauherr nur einen einzigen Vertragspartner. Bei Mängeln haftet der Bauträger für das gesamte Objekt. Die getrennte Vergabe der Arbeiten setzt voraus, dass der Bauherr Zeit hat und ein guter Organisator ist. Er sollte sich auch auskennen und Mitreden können.

Bei der Vergabe der Bauaufträge kann auch ein Mittelweg gewählt werden. So kann der Baumeister neben dem Aushub und Rohbau auch die Verputzarbeiten übernehmen. Ähnliches gilt fürs Dach. Der Zimmerer übernimmt neben den Dachdeckerarbeiten auch die Arbeiten des Spenglers. Der Bautischler sorgt nicht nur für die Innentüren, sondern auch für die Haustür, die Fenster und den Wintergarten.

Die Haftung der Planer

Der Planer haftet, strafrechtlich, zivilrechtlich und verwaltungsrechtlich. Auch für nicht voraussehbare Schäden muss er haften. Aber der Bauherr muss die Schädigungsabsicht nachweisen. In Fällen leichter Fahrlässigkeit haftet der Planer dagegen nicht, wenn er besonders schwierige Probleme lösen muss.

Der Bauzeitplan

Ein großes Problem bei den Handwerkern ist die Einhaltung der vorgegebenen Terminpläne. Wie managen Sie Ihren Bau? Was ist besser – schnell oder langsam zu bauen? Kein Rezept gibt darüber Auskunft.

Grundsätzlich gilt: hat der Bauherr viel Zeit kann er bei der Baustellenorganisation mithelfen. Es stellt sich auch die Frage nach der Dauer des Bauvorhabens. Handwerkliches Geschick vorausgesetzt, könnte der Bauherr mit seinen Helfern das Eigenheim selbst hochziehen. Die gesamten Lohnkosten lassen sich in der Praxis aber kaum sparen. Wenn man es eilig hat, können Fertigteile wie fertige Kellerwände und Ziegelwände, Fertigdecken und Fertigtreppen das Bauvorhaben wesentlich beschleunigen. In wenigen Monaten kann der Bau bezugsfertig sein. Gegossene Betonwände und Decken, verputzte Wände und Decken hinterlassen eine Menge Feuchtigkeit, die erst nach und nach austrocknen kann. Ist die vorgeschriebene Trocknung der Bauteile nicht gegeben, gibt es später viel Ärger.


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