
Die selbstgemachte
Vergiftung
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Die
tägliche Müllverbrennung in den hauseigenen Feuerungsanlagen
verursacht einen hohen Schadstoffausstoß. Hauptverantwortlich
für diese Vergiftung sind neben der Materialzusammensetzung
ungünstige Verbrennungsverhältnisse und das Fehlen
jeglicher Filtersysteme.
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Art
und Menge der frei-gesetzten Luftschadstoffe hängt von vielen
Faktoren ab, aber schon üblichen Verpackungen und Gebinden
können extrem giftige Stoffe wie Dioxine und Furane, Schwermetalle
entweichen und zwar in Konzentrationen, die um das 3000-fache und
mehr über jenen von Müllverbrennungsanlagen liegen. Auch
der erhöhte Rußsausstoß ist bei der Mitverbrennung
von Abfall bedenklich, da dieser Stoff als krebserzeugend eingestuft
wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Rauchgasschwaden nicht über
einen hohen Schornstein wie bei der Müllverbrennungsanlage,
sondern durch meist niedrige Kamine in die Umgebung entweichen und
somit unmittelbar die Atemluft gefährden. Manchmal befinden
sich Fenster und Öffnungen, die zu Wohnräumen führen,
ganz in der Nähe. Aber die Ausbreitung
solcher Rauchschwaden beeinträchtigt nicht nur direkte Anrainer
sondern größere Gebiete, da in den Winter-monaten durch
die ausgeprägten Inversionswetterlagen sehr ungünstige
Ausbreitungsverhältnisse herrschen. Zudem gilt es zu berücksichtigen,
dass ein Teil der Stoff-verbindungen in die Böden gelangt und
diese belastet.
Wohnräume
belastet
Durch undichte, schadhafte Kamine oder Rauchgaszüge können
die Abgase auch direkt in die Wohnräume gelangen und die Gesundheit
der Bewohner gefährden. Solch mikrofeine Risse an den Kaminen
sind für das Auge in der Regel unsichtbar.
Lebensdauer
der Anlage vermindert
Die Abgase, die sich beim Verbrennen von Abfällen bilden
und deren aggressiven Folgeprodukte, reduzieren erheblich die Lebensdauer
der Anlagen und deren Komponenten. Es handelt sich um Säuren,
die die Materialien erheblich schädigen.
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Abfälle
im hauseigenen Ofen
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Spezifische
Schadstoffe
im Rauchgas (1)
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Eigenschaften,
gesundheitliche
Auswirkungen
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Kartone,
Illustrierte,
Zeitungsbrikkets,
Getränkepackungen,
Lebensmittelverpackungen
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Ruß
- Kohlenmonoxid
- Polyzyklische Kohlenwasserstoffe
- Chromverbindungen
- Nickel
- Dioxine, Furane
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Krebserregend
- Beeinträchtigung des Immunsystems,
- Atemwegserkrankungen,
- Reizungen der Atemwege,
- Schädigung des Reproduktions-
und Nervensystems,
- Herz- und Kreislauferkrankungen
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Kunststoffgegenstände,
Flaschen, Becher, Folien,
Dichtungen, Etiketten,
Spielzeuge
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Dioxine, Furane
- Salzäure
- Blei-, Cadmiumverbindungen
- Benzo-a-Pyren
- Quecksilber
- Chromverbindungen
- Fluorwasserstoff
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Krebserregend
- Funktionsstörungen des Zentralnervensystems
- Leber- und Nierenschäden
- Atemwegserkrankungen
- Schädigung des Immunsystems
- Kopfschmerzen, Schwindel,
Übelkeit, Atemlähmung
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Mit
Holzschuztzmitteln
behandelte Materialien
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Arsenverbindungen
- Dioxine und Furane
- Polyzyklische Kohlenwasserstoffe
- Kohlenmonoxid
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Krebserregend
- Wissenschaftliche vermutete
Effekte: Spontanaborte, Missbildungen,
vermindertes Geburtsgewicht
- Mögliche Schädigung der Erbanlagen
- Leber- und Nierenschäden
- Reizungen/Schädigung der
Atemwege
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Bauprodukte,
Spanplatten,
Beschichtungsstoffe
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Chlorwasserstoff,
- Fluorwasserstoff,
- Cyanide
- Chromate,
- Cadmiumverbindungen,
- Kupfer,
- Zink, Blei
- Dioxine, Furane
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Erkrankungen der Atemwege,
des Immun- und des Blutbildungssystems,
- Krebserregend
- Reizungen der Augen und Nasenschleimhaut
(akut)
- Leber- und Nierenschäden
- Beeinträchtigung des Knochenund
Nervensystems
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1) Die Menge
und Zusammensetzung der Schadstoffe ist außer vom Abfall auch
von zahlreichen Einflussgrößen abhängig wie:Temperaturverteilung
im Brennraum, Sauerstoffgehalt der Verbrennungsluft, Verweilzeit
im Hochtemperaturteil, Durchmischungsfaktor
u. a.Im Rauchgas finden sich wesentlich mehr Schadstoffe als in
dieser Spalte angeführt. Wiedergegeben werden besonders relevante
Giftstoffe, die bei bestimmten Abfällen während der Verbrennung
sich bilden.

Norbert
Lantschner
Direktor des Landesamtes für Luft und Lärm
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