
Wachsendes Haus
Ein
altes Sprichwort sagt: "Man baut nur einmal" und tatsächlich
baut der Durchschnittssüdtiroler nicht mehrere Häuser in seinem
Leben. Allerdings muss er sich deshalb nicht gleich verausgaben.
Das "wachsende Haus" ist eine neue aber durchaus interessante
Alternative.
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Was
ist ein wachsendes Haus
Wenn Herr oder
Frau SüdtirolerIn bauen, dann meistens gründlich. Bis zum
Einzug sollte bereits alles perfekt eingerichtet sein – auch
wenn das Geld dafür nicht reicht. Es gibt andere Möglichkeiten,
um sich weniger zu verschulden. Ein Beispiel dafür ist das
"wachsende Haus": Beim Bau eines ""wachsenden
Hauses" plant der Architekt zunächst ein kleines Haus
beispielsweise mit drei Zimmern, Küche und Bad. Er denkt bei
seiner Planung aber schon an den späteren Ausbau oder Anbau
und lässt Leitungen und Fundamente so anlegen, dass eine Erweiterung
ohne großen Mehraufwand möglich ist. Leider hat die Südtiroler
Wohnbauförderung diese Möglichkeit noch nicht erkannt. Denn
hier könnte der Verschuldung ein Riegel vorgeschoben werden.
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Wie
plant man ein wachsendes Haus
Eine Möglichkeit ist,
klein anzufangen und den Ausbau für später bereits vorzusehen. Eine
andere Möglichkeit wäre, die Außenwände und das Dach bereits in
voller Größe zu errichten. Innen wird beispielsweise nur ein Stock
ausgebaut, Keller und Dachgeschoss bleiben im Rohbauzustand. Handwerklich
geschickte Bauherren können dann in aller Ruhe Zug um Zug die Wohnfläche
vergrößern. Allerdings sind hier die Einsparungen wesentlich geringer
als bei der ersten Variante. Das "Ausbauhaus" hat allerdings
einen großen Vorteil: Es gibt später keine Probleme mit dem Baurecht
und mit angrenzenden Nachbarn. Denn die äußere Hülle steht bereits.
Hinter dem wachsenden Haus muss ein gutes Konzept stehen. Eine gut
durchdachte Planung ist unumgänglich. Sonst stößt man beim Ausbau
auf unerwartete Probleme, die dann nur schwer oder mit großem Kostenaufwand
gelöst werden können.
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