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Regenwassernutzung ist aktiver Umweltschutz

Die Verwendung von Regenwasser spart nicht nur das kostbare Trinkwasser, sondern auch Geld. Regenwasser kann für die Toilettenspülung, die Waschmaschine und die Gartenbewässerung genutzt werden und verringert die Abwassergebühr die durch den Trinkwasserverbrauch abgerechnet wird.

Mit einer modernen Anlage aus Kompakteinheiten sind auch Toilettenspülung und Wäsche waschen mit dem kostenlosem Nass kein Problem, denn wer mit Regenwasser nur den Garten gießt, spart laut Statistik übers Jahr gesehen rund 1.800 Liter Trinkwasser. Bei der Regenwassernutzung im Haus lassen sich pro Bewohner bereits über 20.000 Liter frisches Leitungswasser sparen. Das kann bei einem typischen Südtiroler Vier-Personen Haushalt rund 80.000 Liter ausmachen. Etwa 180 Kubikmeter Wasser verbraucht eine vierköpfige Familie pro Jahr. Mehr als die Hälfte davon wird für die Toilettenspülung, Wäschewaschen und für den Garten aufgewendet. Meist wird für diese Zwecke Trinkwasser aus der Leitung verwendet. Aufgaben, für die Trinkwasser viel zu schade ist und sich der Einsatz von Regenwasser geradezu anbietet. Dies kommt nicht nur der Umwelt zu Gute, sondern zahlt sich auch aus. Auch Bedenken hinsichtlich der Hygiene des Regenwassers können ausgeräumt werden. So haben wissenschaftliche Studien ergeben, dass eine Regenwassernutzungsanlage, die nach den neusten Erkenntnissen ausgelegt ist, eine ausreichende Reinigung des Regenwassers gewährleistet.

Vorteile der Regenwasssernutzung

Neben dem genannten Vorteil der Trinkwassereinsparung und somit der Wasserkostenreduzierung, bringt die Anwendung von Regenwasser noch weitere Vorteile mit sich:
  • Es ist kostenlos
  • Es spart die Abwassergebühr
  • Es ersetzt Trinkwasser
  • Es muss nicht aufbereitet werden
  • Es bietet Schutz vor dem Verkalken der Waschmaschine
  • Es entlastet die Kanalisation
  • Es ist ein optimales Medium für Pflanzen um Mineralien aufzunehmen

Wartungsarme Anlage

Bei der Planung einer Regenwassernutzungsanlage ist darauf zu achten, dass diese so ausgelegt wird, dass sie nahezu wartungsfrei ist. Es muss natürlich auch gewährleistet sein, dass die Wasserqualität erbracht wird, die für den vorgesehenen Zweck notwendig ist. Zudem muss die ständige Betriebssicherheit gewährleistet sein. Diese Anforderungen können nur Komponenten erfüllen, die wartungsarm und betriebssicher sind und zudem ein Modulsystem bilden, das perfekt aufeinander abgestimmt ist.

97% des Wasservorkommens der Erde bestehen aus ungenießbarem Salzwasser in den Ozeanen und Meeren. Von den verbleibenden 36 Millionen Kubikkilometern Süßwasser ist der allergrößte Teil in Gletschern und in den Polkappen der Erde als Eis fest gebunden. Es verbleiben also nur ca. 0,5 % des gesamten Wasservorrats für die Gewinnung von Trinkwasser

Wie funktioniert eine Anlage?

Die Funktion einer Regenwassernutzungsanlage ist im Grunde einfach. Das Regenwasser, das auf die Dachfläche des Gebäudes fällt, wird über die Dachrinne und das Fallrohr zu einem Vorfilter geleitet. Der Vorfilter bildet die erste Reinigungsstufe in der Regenwasseranlage. Der Regenwasserspeicher dient dann neben der Speicherung des Regenwassers als zweite Reinigungsstufe. Eine Aufwirbelung des Wassers im Behälter wird nämlich durch einen beruhigten Einlaufstutzen vermieden. Die Sedimentschicht die sich am Tankboden bildet ist für die Wasserqualität von großer Bedeutung da sie wichtige Mineralien enthält. Daher sollte auch eine Tankreinigung nur alle 10 bis 15 Jahre durchgeführt werden.
Der Regenwasserspeicher muss so dimensioniert sein, dass er mehrmals im Jahr überläuft. Damit wird die Schwimmschicht, die sich an der Wasseroberfläche bildet, über den Überlaufsiphon entsorgt. Die Speichergröße sollte aus wirtschaftlichen Gründen so ausgelegt sein, dass zwischen Regenwasserertrag und Regenwasserbedarf ein ausgewogenes Verhältnis besteht.Die Hausversorgung erfolgt dann mittels einer zentralen Systemsteuerung eines sogenannten Aqua-Centers. Dieses ist eine Kombination von Hauswasserwerk und bedarfsgerechter Trinkwassernachspeisung. Es sorgt dafür, dass das Wasser an die Entnahmestellen gelangt und gewährleistet die ständige Betriebsbereitschaft und –Sicherheit der Anlage. Einige Systemsteuerungen verfügen sogar über Behälter mit kompletter Geräuschkapselung und können über eine Reinigungsautomatik die Reinigungseinheit des Filters ansteuern. Als Hauswasserwerk werden mehrstufige Kreiselpumpen mit Schaltautomat und integriertem Trockenlaufschutz verwendet. Die Pumpen sind leise, energiesparsam, korrosionsfest und wartungsarm. Die Trinkwassernachspeisung ist hausintern und bedarfsorientiert.

Wassersparen ist Energiesparen

Wer weniger Trinkwasser verbraucht, spart gleichzeitig auch viel Energie. Denn etwa ein Drittel der im Haushalt verwendeten Wassermenge wird erwärmt, zum Beispiel beim Duschen oder Baden.

Baufuchs 2008