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Die Sicherheit auf der Baustelle

Beim Bau des Eigenheimes müssen vom Bauherrn und den ausführenden Unternehmen verschiedene Bestimmungen zum Gesundheitsschutz und der Sicherheit auf der Baustelle eingehalten werden. Dabei steht der Bauherr oft vor einer für ihn unverständlichen und unübersichtlichen Anzahl an Gesetzen, welche diesen Bereich der Bautätigkeit regeln.

Zu den Aufgaben des Bauherrn bei der Realisierung eines Bauvorhabens gehört, bereits in der Planung die Einhaltung der allgemeinen Schutzmaßnahmen bezüglich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Außerdem muss er die technische und professionelle Eignung der Unternehmen in Bezug auf die Arbeiten und die getätigten Beitragszahlungen überprüfen.

Gefährliche Arbeiten in Höhe ohne jegliche Absturzsicherung
Gefährliche Arbeiten in Höhe ohne jegliche Absturzsicherung

Ein Gesetz aus dem Jahre 1996, welches durch ein weiteres aus dem Jahre 1999 abgeändert wurde, sieht die Einsetzung eines Sicherheitskoordinators vor. Damit wurde eine Figur geschaffen, die dem Bauherrn zur Seite steht und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Sicherheit auf der Baustelle koordinieren soll.

Der Sicherheitskoordinator wird bereits während der Planung des Bauvorhabens, normalerweise gleichzeitig mit dem Projektanten, vom Bauherrn beauftragt. Die Arbeit des Sicherheitskoordinators gliedert sich dabei in zwei Bereiche.

Erster Schritt ist die Sicherheitskoordination in der Planungsphase, welche schon während der Planung des Bauvorhabens auf eventuell auftretende Probleme aufmerksam macht und schon während der Ausarbeitung des Projektes Lösungen für die Ausführung der darauf folgenden Bauarbeiten erarbeitet. In dieser Phase erstellt der Sicherheitskoordinator den Sicherheits- und Koordinierungsplan. Dieses Dokument ist wichtiger Bestandteil des mit den ausführenden Unternehmen abgeschlossenen Werkvertrages. Außerdem wird auch die Informationsunterlage für die geplanten Instandhaltungsarbeiten des Bauvorhabens ausgearbeitet.

Der Sicherheit- und Koordinierungsplan beinhaltet eine Beschreibung der Baustelle und der durchzuführenden Arbeiten, eine Risikoanalyse der geplanten Arbeiten und die dazugehörigen Schutz- und Vorbeugemaßnahmen, die Schätzung der Kosten für diese Maßnahmen, und eine graphische Darstellungen der Baustelle mit den Sicherheitseinrichtungen. Er ist somit ein wichtiges Hilfsmittel, um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit auf der Baustelle koordinieren zu können, und somit das Unfallrisiko während der Bauarbeiten zu minimieren. Gleichzeitig werden die für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften auf der Baustelle notwendigen Kosten geschätzt.

Gefährliche Arbeiten in Höhe ohne geeignete Absturzsicherung
Gefährliche Arbeiten in Höhe ohne geeignete Absturzsicherung


Der zweite Schritt ist die Sicherheitskoordination in der Ausführungsphase des Projektes, d.h. während der Realisierung des Bauvorhabens. In dieser Phase koordiniert und kontrolliert der Sicherheitskoordinator die korrekte Anwendung der geplanten Schutz- und Vorbeugemaßnahmen, er koordiniert die Zusammenarbeit der einzelnen Unternehmen, er kontrolliert die auf der Baustelle erforderlichen Unterlagen und Dokumente, stellt bei unmittelbarer Gefährdung der Arbeiter und anderer die Arbeiten ein und teilt schwerwiegendes Fehlverhalten von Unternehmen dem Bauherrn und den zuständigen Behörden mit.

Der Sicherheitskoordinator kontrolliert die Einhaltung der Sicherheit auf der Baustelle bei regelmäßigen Lokalaugenscheine und Baustellenbegehungen, deren Häufigkeit von der Art der Arbeiten abhängt. Während dieser Begehungen spricht er mit den Unternehmen vor Ort, den Bauherren und allen am Bau Beteiligten und schlägt auf Grund seiner Erfahrung und seines Fachwissens die notwendigen Maßnahmen vor, um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit auf der Baustelle zu maximieren. Dabei trifft er seine Entscheidungen unabhängig von den anderen Beteiligten, ausschließlich auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen, Normen und Vorschriften.

Ordnungsgemäße Sicherung des Gebäudes mittels Fassadengerüst
Ordnungsgemäße Sicherung des Gebäudes mittels Fassadengerüst
Errichtung des Daches ohne geeignete Absturzsicherung
Errichtung des Daches ohne geeignete Absturzsicherung
Die ausführenden Unternehmen müssen sich auf der Baustelle an die geltenden Bestimmungen bezüglich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit halten, stellen alle notwendigem Schutz- und Vorbeugemaßnahmen zur Verfügung, verwenden diese entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen, folgen den Anweisungen des Sicherheitskoordinators in der Ausführungsphase und bereiten alle notwendigen Unterlagen und Dokumente vor.

Mit der Einführung des Sicherheitskoordinators wurde eine Figur geschaffen, welche auf professionelle Weise für die Gesundheit und die Sicherheit der auf der Baustelle anwesenden Arbeiter sorgt. Durch die Ernennung eines Sicherheitskoordinators für jede einzelne Baustelle können die Vorbeugemaßnahmen auf diese eine spezielle Baustelle abgestimmt und angewandt werden und dadurch die Risiken und Unfälle verringert werden.

Fachautor

Geom. Alexander Maccagnola
Sicomacc K.G.
L. Negrelli Str. 13/c
Tel. 0471 – 051818
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info@sicomacc.it

Alexander Maccagnola