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Fertighäuser

Der Bereich Hausbau und gerade auch der Fertighausbau erlebt derzeit eine große Entwicklungsphase. War früher vor allem bodenständiges, handwerkliches Bauen gefragt, stehen heute immer mehr Kostenfragen im Vordergrund. Doch die Qualität sollte auch bei einem Fertigbau stets an oberster Stelle stehen. Und hier ist Vorsicht und gründliche Information geboten.

Der Bauherr hat in der Wahl der Bauweise mehrere Möglichkeiten und entscheidet zwischen Holzbauweisen, Betonbau oder Mischbauweisen. Er kann aus verschiedenen bestehenden Modellen nach Katalog auswählen oder seine eigenen Ideen einbringen. Auch Einzelanfertigungen sind möglich.

Ein Fertighaus besteht aus vorgefertigten Elementen. Die Fertighausfirma kann Wände, Decken, Giebel und Dachstuhl in der Werkshalle produzieren, unabhängig vom Wetter und zeitsparend. Der Bauherr hat bereits die gewünschten Fenster und Türen ausgewählt. Alles wird „fertig“ eingebaut. Tieflader transportieren die Bauteile auf das Grundstück, die Monteure verankern sie auf dem Keller oder auf der Fundamentplatte. Jetzt übernimmt die Fertighausfirma die Koordinierung der rund zwanzig Handwerksbetriebe, die an einem Neubau arbeiten. So hat der Bauherr für alle Fragen einen einzigen Ansprechpartner und muss sich lediglich um den Möbelwagen für den Umzug kümmern.

Das Bauen mit Fertigteilen verkürzt die Zeit zwischen Baubeginn und Einzug erheblich. Die kurze Bauzeit reduziert die Doppelbelastung von Miete und Bereitstellungszinsen. Nennen Sie Ihrem Fertighaus-Hersteller Ihren Finanzrahmen – per Computer plant er ein Haus nach Maß – und Budget.

Es gibt viele Argumente für ein Fertighaus - die wesentlichen sind zum einen die kurze Bauzeit. Hinzu kommt die sehr gute Ökobilanz des Werkstoffes Holz. Zudem gibt es im Fertighausbau vertraglich vereinbarte Festpreise. (Bild: Haus Idea)

Holz-Fertighäuser

Mittlerweile gibt es bereits gut entwickelte Systeme für Fertighäuser in Holzbauweisen. Die Entwicklung boomt und verspricht neue Systeme bis hin zum reinen Holzmassivhaus ohne fremdstoffliche Wärmedämmung. Der Bereich Holzbau ist eine spannende Materie und ständig in Weiterentwicklung. Bei der Entscheidung für ein Fertighaus lohnt es sich aber, genaueste Informationen über die Qualität der Vorfertigung und über die Art und Verwendung der Dämmaterialien einzuholen, um später böse Überraschungen zu vermeiden.

Die Bauzeit

Der Lieferant haftet für die Einhaltung der Terminvereinbarung. Abhängig von der gewählten Bauweise und den verwendeten Materialien steht das Fertighaus in wenigen Wochen. Das Fundament bis zur Kelleroberkante muss meist vom Bauherrn zur Verfügung gestellt werden. Generell unterscheidet man zwischen dem Ausbauhaus oder dem schlüsselfertigen Haus. Beim Ausbauhaus sind Sanitärfertigmontage, Heizungsanlage, Böden und Fliesen nicht in der Leistung inbegriffen. Dafür muss der Bauherr in einer zweiten Phase selbst sorgen. Als „schlüsselfertig“ bezeichnet man einen ebenfalls klar definierten Leistungsumfang, der das Haus jedoch komplett mit Sanitärfertigmontage, Heizungsanlage, Böden und Fliesen bezugsbereit ausgestattet.

Tipp:

Qualität sollte auch bei einem Fertigbau stets an oberster Stelle stehen. Und hier ist Vorsicht und gründliche Information geboten, denn das Schnäppchen im Hausbau gibt es nicht und Klagen von geprellten Bauherren sind immer häufiger zu hören.
Für das Wohlbefinden und die Wohngesundheit in den eigenen vier Wänden spielt die Qualität der Baumaterialien und der Ausführung eine entscheidende Rolle. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was sich hinter (!) dem Putz oder der Verschalung verbirgt. Hier gilt es, standhaft und hartnäckig beim Anbieter nachzufragen, denn in diesen Details stecken die Kosten und die Qualitätsgarantie. Zwar versäumen es die Hersteller nicht, immer wieder auf gesunde Baustoffe hinzuweisen, z.B. auf die hohe Wärmedämmung oder anderes Öko-Zubehör. Doch nach wie vor wird in vielen Fällen noch mit Mineralfasern gedämmt, kommen Spanplatten zum Einsatz, die entweder Formaldehyd oder toxische Isocyanate enthalten, werden PVC-Rohre und Farben mit gesundheitsschädlichen Lösemitteln eingesetzt.
Andererseits können gut gebaute Fertighäuser durchaus mit den bauphysikalischen Werten konventionell gebauter Häuser schritthalten. Die Lebensdauer eines Fertighauses wird meist mit einer Mindestdauer von 80 Jahren beziffert. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von den verwendetetn Materialien, der Verarbeitung und der Pflege ab und kann im Idealfall auch höher sein.


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