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Kalk im Wasser – des einen Freud, des anderen Leid

Südtirol verfügt über eine hervorragende Trinkwasserqualität; es kann vom Menschen direkt vom Wasserhahn verwendet werden… Für andere Nutzungen ist es nicht so ideal.

Südtirol ist bekannt für sein hervorragendes und natürliches Trinkwasser: Hierfür zeichnet nicht zuletzt der hohe Anteil an darin gelösten Mineralstoffen verantwortlich, beispielsweise Kalzium und auch Magnesium. Solche braucht der menschliche Körper regelmäßig, um gesund zu bleiben.

Kalzium ermöglicht den Aufbau von Knochen, Haaren und Zähnen; Magnesium unterstützt hingegen die optimale Funktion von Muskeln und Nerven: Trinkwasser ist somit viel mehr als nur ein Durstlöscher. Wie kommt aber etwa der Kalk ins Wasser? Abgestorbene tierische Organismen lagerten sich am Grund der Ozeane ab – so entstanden dort während vieler Millionen Jahre dicke Kalkschichten. Aus diesen formten sich wiederum Landmassen und Gebirge. Sickert nun Regenwasser durch diese kalkhaltigen Böden, reichert es sich mit Calciumcarbonat (CaCO3) und ähnlichen Kalkverbindungen an – das Wasser wird dann umgangssprachlich als „hart“ bezeichnet: Je kalkhaltiger also der Boden, desto höher ist der Härtegrad des Wassers.

So gesund das „harte“ Wasser als Getränk und damit für den Menschen ist, so schädlich ist es aber für Rohrleitungen und Geräte! Denn bei Wassertemperaturen ab 50 Grad Celsius sowie bei der Verdunstung von Wasser setzen sich die Mineralien wieder ab. Die Folge von Wasser mit hohem Härtegrad ist daher ein rascher Verschleiß an Leitungen, Schläuchen und Düsen, verbunden mit einem hohen Wartungsaufwand. Kostspielige Reparaturen, verkürzte Lebensdauer von Geräten, erhöhte Energiekosten für Warmwasser, steigende Mengen an Wasch- und Reinigungsmitteln und ein erhöhter Reinigungsaufwand sind die Folge. Nicht zuletzt können auf verkalkten Oberflächen schädliche Mikroorganismen wie Bakterien besser gedeihen. Alte Rohrleitungen sind zudem noch verstärkt von Korrosion betroffen – „rostiges“ Wasser und Rohrbrüche sind die Folgen.

Weniger Frischwasser und weniger Abwasser, ein geringerer Energieverbrauch: Mit „Ecoturbino“ kann man nicht nur für die eigene Geldbörse, sondern auch für die Umwelt etwas Gutes tun.

Sparen – und an die Umwelt denken

Alle wissen mittlerweile, dass Trinkwasser ein äußerst kostenbares Gut ist. Rund ein Drittel des gesamten Verbrauchs in privaten Haushalten, aber auch in Hotels oder in Sportstätten wird alleine fürs Duschen und die Körperpflege benötigt – eine doch beträchtliche Menge! Nicht alle wissen, dass hier gespart werden kann...

Meist fällt die Wahl auf Spar-Duschköpfe. Herkömmliche Modelle haben aber einen großen Nachteil: Sie verringern lediglich die Durchflussmenge – und weniger Wasser bedeutet so auch weniger Komfort. Anders das patentierte Ecoturbino-System: Bei diesem wird ein Drittel Wasser gespart – bei gleichem Duschkomfort!

Wie funktioniert das? Eine kleine Turbine wird ganz einfach auf den Duschschlauch geschraubt; sie erzeugt ein stark verwirbeltes Wasser-Luftgemisch: Mit „Ecoturbino“ wird weniger Wasser und weniger Energie gebraucht. Rund 40 Prozent an Kosten können so bei gleichbleibendem Komfort eingespart werden.

Ionenaustausch oder Umkehrosmose?

Daher ist die naheliegende Lösung meist, den Kalk aus dem Wasser zu entfernen. Aber Vorsicht: Doch damit „entfernt“ man unter Umständen je nach eingesetzter Entkalkungstechnologie auch den gesundheitlichen Nutzen für den Menschen. Ionentauscher ersetzen die Kalzium- und Magnesiumionen durch Natriumionen; hierfür muss Strom aufgewendet und Regeneriersalz verwendet werden, darüber hinaus entsteht Abwasser. Bei diesem Gerätetyp ist vor allem auf die Gesamtkosten des Systems und den resultierenden Wassergeschmack zu achten.

Umkehrosmoseanlagen führen hingegen das harte Wasser mit hohem Druck durch eine halbdurchlässige Membran, an der die Mineralstoffe ausgefiltert werden. Diese kann aber, abhängig vom Produkt, anfällig für Verkeimung sein. Und da sie unter hohem Wasserverbrauch und damit Energieaufwand gereinigt werden muss, ist sie auch aus Sicht des Ressourcenverbrauchs kritisch zu betrachten.

Anhand welcher Kriterien sollte man entscheiden?

  • Expertisen zur generellen Leistung unterschiedlicher Enthärtungsmethoden berücksichtigen!
  • Härte des Wassers bzw. Eignung der Technologie bezogen auf Härtegrade beachten!
  • An den Wassergeschmack denken!
  • Gesamtkosten auf die Lebenszeit der Anlage rechnen (Anschaffungskosten; Wartung; evtl. Mehrverbrauch Wasser; evtl. Stromverbrauch; evtl. Aufwand Regeneriersalz bzw. Chemikalien; Anfälligkeit für Verkeimung)!
  • Anfälligkeit für vermehrten Verschleiß von Rohrleitungen (evtl. bei Magneten, Strom) bedenken!

Kalkwandlung oder galvanische Verfahren?

Physikalische Kalkwandler verhindern Kalkablagerungen durch die Wirkung von magnetischen, elektromagnetischen oder Hochfrequenzfeldern: Sie haben den Vorteil, dass sie ohne chemische Zusätze auskommen; ihre Wirksamkeit ist jedoch in der Fachwelt sehr umstritten.

Eine effiziente und kostengünstige Alternative der Wasserenthärtung sind galvanische Verfahren: Dabei werden Zink- oder Magnesiumionen an das Wasser abgegeben. Diese bilden Impfkristalle, die aktiv die Molekularstruktur des Kalks verändern. Die veränderten Moleküle haften aufgrund ihrer vergrößerten Oberflächenstruktur nur mehr sehr begrenzt an anderen Oberflächen an; manche Produkte wirken sogar der Leitungskorrosion entgegen. Die für die menschliche Gesundheit so wichtigen Mineralstoffe bleiben bei diesem Verfahren dem Wasser erhalten. Auch Strom, Wartung oder zusätzliches Wasser für die Reinigung ist nicht nötig. Es muss lediglich die Opferanode in regelmäßigen Abständen zu erneuert werden (je nach Härtegrad des Wassers ca. alle 4 bis 5 Jahre). Bezüglich der Kalkulation der Gesamtkosten ist dies sicher eine der interessantesten Technologien.

Der Tipp

Im BaufuchsHaus wurde das System an einer Dusche getestet und es konnte eine deutliche Einsparung von rund einem Drittel an Frischwasser festgestellt werden verbunden mit einer sich daraus resultierenden Einsparung an Energie und Abwasser.


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