Skip to content

Dach- und Fassadengestaltung aus Metall

Ein attraktiver „Schutzschild“ für Ihr Haus

Von Meisterhand gearbeitete Dächer und Fassadenelemente aus Metall zieren seit Jahrhunderten wertvolle historische Gebäude wie Kirchen, Schlösser oder Residenzen. Dem robusten Material ist es mit zu verdanken, dass vieles vor Zerstörung und Verfall bewahrt werden konnte.

Auch für die Sanierung von Wohnbauten sowie im Neubau gewinnen Metalldächer und Metallfassaden an Bedeutung, da sie eine Menge Vorteile bieten. In Kombination mit moderner Wärmedämmung sind sie ein wirkungsvoller Schutz gegen Hitze und Kälte, tragen also zur Energieeinsparung bei. Als attraktives Gestaltungselement geben sie dem Gebäude einen unverwechselbaren Charakter. Dank der hohen Korrosionsbeständigkeit der Werkstoffe schützen mit Metall eingedeckte Dächer und Fassaden das Gebäude vor schädigenden Witterungseinflüssen wie Wind und Wasser. Metalle (z. B. Kupfer, Zink oder Edelstahl) entwickeln unter Witterungseinfluss ihre materialtypische Patina oder Passivschicht. Zudem lassen sich Dächer je nach Neigung, Gebäudehöhe oder Standort: so gestalten, dass ihnen die Sog- oder Druckkraft des Windes nichts anhaben kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Dach- und Fassadenelemente aus Metall bei einem möglichen Umbau keinen Abfall verursachen. Metalle belasten also die Umwelt nicht, sondern sind ein wertvolles Material, welches einer neuen Nutzung zugeführt werden kann, d. h. zu 100 % recycelbar ist.

Schutzfunktionen metallischer Gebäudehüllen

Gebäudehüllen aus Spenglerhand schützen außer Wand- und Dachflächen auch die Bewohner der Gebäude nicht nur vor Wind und Wetter, sondern bieten auch Schutz vor Elektrosmog.
Fachlich richtig montierte Metalldächer und Metallfassaden schützen vor elektromagnetischen Feldern und übertreffen den Wirkungsgrad eines Abschirmgewebes. Eine umfassende Abschirmung ist unter Einbeziehung der Fenster und Türen realisierbar. Durch Spezialgläser und Metallrahmen oder Metallverbundrahmen wird der Gebäudeschutz erreicht. Der Einsatz von Metallfassaden und Metallbedachungen bietet dann effektiven Schutz vor Elektrosmog.


Baumetalle für Dach und Wand

  • schützend,
  • anpassungsfähig,
  • langlebig,
  • wirtschaftlich!

Vielfältige Anwendung

Metall, die Funktionsschicht für Dach und Wand, erfüllt vielfältige Aufgaben. Sie bietet dem Baukörper dauerhaften Witterungsschutz. Aufgrund der hervorragenden Anpassungsfähigkeit an komplizierte Dach- und Fassadengeometrien und der Vielfalt an Verbindungstechniken und Oberflächen setzen Architekten und Bauherren immer mehr auf den Werkstoff Metall.
Ein Spezialgebiet für den Galanteriespengler (Kunstspengler) ist die Wiederherstellung oder originalgetreue Nachbildung von metallischen Bauornamenten, Zier- und Schmuckteilen, wie sie zumeist im Dachbereich von hystorischen Gebäuden anzutreffen sind.
Der Einsatz des Werkstoffes Metall bietet Planern viele Freiheiten für die Gestaltung von Gebäuden. Die am häufigsten verwendeten Metalle sind : Titanzink, Kupfer, Aluminium, Edelstahl und verz.Stahl. In diesem Artikel werden 2 Metalle ausführlich behandelt.

Der Werkstoff Titanzink

Titanzink kam um 1965 auf den Markt. Es ist die moderne Version des seit rund zwei Jahrhunderten für Bauzwecke bewährten Metall Zink. 1805 wurde die Walzbarkeit von Zink entdeckt. Wenig später begann die industrielle Herstellung von Zinkblechen und der Einsatz für Dachdeckungen, Giebelbekleidungen und Dachrinnen. Das alte Paketwalzverfahren wich den modernen Bandwalzen, aus dem früheren Handelszink wurde qualitätskontrolliertes, auf hochreinem Feinzink basierendes Titanzink.

Fakten zum Werkstoff

Titanzink ist legiertes Zink mit einem Reinheitsgrad von 99,995% Zn. Diesem werden geringe, mengenmäßig exakt definierte Anteile von Titan und Kupfer zulegiert, was insbesondere für die materialtechnologischen Eigenschaften von Bedeutung ist.

Materialeigenschaften und Aussehen

Gute Witterungs- und Korrosionsbeständigkeit, Langlebigkeit und einfache Verarbeitung von Zink sind Grundvoraussetzungen für dessen Einsatz am Bau. Diese Eigenschaften wurden bei Titanzink noch verbessert. Es weist weitere Eigenschaften auf, die es von älteren Zinkqualitäten abhebt: sehr gute Umformbarkeit, verringerte thermische Längenänderung (Ausdehnung) und erhöhte Rekristallisationsgrenze (für besseres Weichlöten).
Die hohe Witterungsbeständigkeit beruht auf der zinktypischen Eigenschaft, dass es an der Atmosphäre durch Bewitterung allmählich natürliche Schutzschichten aus Zinkkarbonat (Patina) bildet. Diese schützen das Metall langfristig und sorgen für die werkstoffspezifische, blaugraue Oberfläche. Neues Titanzink glänzt silbrig und wird als walzblank bezeichnet. Die Schutzschichtbildung durch natürliche Bewitterung wird Patinabildung genannt. Außer walzblankem Material wird auch werkseitig vorbewittertes Titanzink geliefert.


Löten: Titanzink ist über die gesamte Nutzungsdauer ungiftig. Bei Verarbeitung und durch Bewitterung werden keine für die Umwelt schädlichen Substanzen freigesetzt. Materialreste und Abbruch werden legierungskontrolliert zurück gewonnen.


Verarbeitung

Titanzink lässt sich allen Bauformen anpassen und in gängigen Handwerkstechniken mit üblichen Spenglerwerkzeugen und Maschinen verarbeiten. Häufigstes Fügeverfahren ist das Weichlöten. Zahlreiche Verbindungen werden in Falztechnik bzw. als Klemm- oder Steckverbindung, also indirekt, zum Beispiel mittels Haften, Vorstoß oder Einhangfalz – hergestellt. Dadurch sind Längenänderungen der Bauteile möglich, ohne dass Undichtigkeiten oder Verwerfungen entstehen. Die Verarbeitungstemperatur von Titanzink auf der Baustelle sollte 10 °C betragen, oder mit geeigneten (handelsüblichen) Geräten erwärmt werden.
In speziellen Fällen, bei stark aggressiver Industrieatmosphäre und Feuerungsabgasen mit hohem S O2 - Gehalt und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit oder bei direktem Kontakt mit ungeschützter Bitumendachhaut können jedoch Anstriche zur Erhöhung der Lebensdauer notwendig werden.

Technische Daten
Dichte
7,2 g/cm3
Schmelzpunkt
419°C
Standard-Metalldicke
0,70 mm
Gewicht bei 0,70 mm Dicke
5,00 kg/m2

Der Werkstoff Aluminium

Aluminium, das leichte Metall, Kurzzeichen Al, hat viele Anwendungsgebiete. In der Bauspenglerei ist es ein relativ junges Metall, dessen Einsatz im Bedachungs- und Spenglerbereich etwa in den 30er-Jahren dieses Jahrhunderts beginnt. Erste Versuche fanden allerdings schon früher, nämlich im ausgehenden 19. Jahrhundert statt. Heute gehört Aluminium zu den gängigen Spenglermetallen und Bedachungswerkstoffen.

Für die Wiedergewinnung des Werkstoffs Aluminium gibt es keine mengenmäßige Beschränkung. Gebrauchte Bauteile und Verarbeitungsreste können zu 100% dem Stoffkreislauf wieder zugeführt werden. Der hohe Materialwert trägt dazu bei, dass schon über 85% Rücklaufraten erreicht werden.

Fakten zum Werkstoff

Zur großtechnischen Produktion von Aluminium dient der Ausgangsstoff Bauxit, ein Verwitterungsprodukt aus Kalk- und Silikatgestein mit hohem Gehalt an Aluminiumoxid. Die Herstellung umfasst zwei Schritte: zuerst wird aus Bauxit Aluminiumhydroxid durch Druck und Hitze gewonnen und zu Aluminiumoxid (Tonerde) gebrannt. In der zweiten Gewinnungsstufe (Elektrolyse) wird eine Schmelze aus Tonerde und dem Flussmittel Kryolith mittels elektrischen Stroms in Sauerstoff und flüssiges Aluminium getrennt.
Zwei Tonnen Aluminiumoxid ergeben eine Tonne Primäraluminium. Nahezu die Hälfte der Gesamtkosten werden für den elektrischen Strom bei der Herstellung von Aluminium aufgewendet.
In der Spenglertechnik kommt schwerpunktmäßig Aluminiumblech und -band in sogenannter Falzqualität (1/8 bis 1/4 hart) zur Anwendung.

Materialeigenschaften und Oberflächen

Aluminium ist witterungs- und korrosionsbeständig und damit langlebig und unempfindlich gegen Umwelteinflüsse. Auf walzblankem Material bilden sich durch Bewitterung natürliche Schutzschichten, die die Abtragung des Metalls durch atmosphärische Korrosion sehr niedrig halten. Heute werden vielfach oberflächenbehandelte Aluminiumqualitäten verarbeitet, die sowohl gestalterische Ansprüche erfüllen als auch verlängerte technische Lebensdauer und weitgehende Unempfindlichkeit gegen schädigende Umwelteinflüsse bieten.
Aluminium ist eines der leichtesten Baumetalle. Das bringt Vorteile, zum Beispiel bei Lagerhaltung, Transport und Verarbeitung. Ebenfalls vorteilhaft sind die guten Umformeigenschaften, die bei seinem Einsatz in der Spenglertechnik die Verarbeitung erleichtern.

Lieferformen

Für Metallbedachungen, Außenwandbekleidungen, Fassaden und andere spenglertechnische Anwendungen wird Aluminium als Blech und Band (Tafeln und Coils) sowie in Form von Profiltafeln, zum Beispiel Klemmrippenprofile, Trapez- und Wellprofile, eingesetzt. Außer walzblankem Material gewinnen oberflächenbehandelte bzw. -veredelte Qualitäten im Bauwesen immer mehr an Bedeutung. Hier ist vor allem mit Lacken bandbeschichtetes Aluminium, wie zum Beispiel Farbaluminium, von Bedeutung.

Klempnertechnische Verarbeitung

Aluminium wird je nach Bausituation und eingesetzter Qualität in den üblichen spenglertechnischen Methoden handwerklich und maschinell verarbeitet. Dazu gehören die gängigen, in der Metallverarbeitung bekannten Umform- und Verbindungstechniken. Unbeschichtetes Aluminium wird, beispielsweise bei Eckausbildungen und Dachdurchführungen, schutzgasgeschweißt. Bauteile aus Farbaluminium werden häufig geklebt. Außer klassischen Falzverbindungen kommen mechanische Verbindungstechniken wie Bohrschraube und Bohrniet zum Einsatz.

Technische Daten Aluminium in Falzqualität
Dichte
2.7 g/cm3
Schmelzpunkt
645 – 665°C
Standard-Metalldicke
0,70 mm
Gewicht bei 0,70 mm Dicke
1,9 kg/m2
Dicke